Zur eNationalmannschaft und STARK-Kooperation

Bedenken zur Nominierung - DFB klärt auf

von Christian Mittweg am 18.04.2019 um 17:06

War bei der Auswahl der eNationalmannschaft nicht nur Leistung entscheidend, sondern ein Vertrag bei STARK? Dieses Bedenken kam nach einer angekündigten Partnerschaft zwischen der Agentur und dem Deutschen Fußball-Bund auf. Der DFB hat dazu nun Stellung bezogen.

Der DFB ließ sich im eFootball von STARK Esports beraten
Der DFB ließ sich im eFootball von STARK Esports beraten.
© STARK Esports GmbHZoomansicht

Am 12. April meldete die Beratungs- und Spieleragentur STARK Esports eine Kooperation mit der DFB GmbH. Darin wird der Geschäftsführer Denni Strich wie folgt zitiert: "Sowohl bei der Ausarbeitung unseres eFootball Konzepts als auch bei der Gründung unserer eNationalmannschaft stand und steht uns STARK Esports beratend und operativ zur Seite." Dieser Satz wirft Fragen auf. Wie hat STARK den DFB bei der eNationalmannschaft beraten und war die Agentur auch bei der Auswahl der Spieler involviert? Das wäre kritisch, denn Agenturen werden - vor dem Hintergrund, dass Sie ihre eigenen Spieler bevorzugen könnten - normalerweise nicht in die Nominierung einer Nationalmannschaft eingebunden.

Auch FIFA-Profi und eNationalspieler Erhan 'Dr. Erhano' Kayman hatte kurz nach Verkündung Vorbehalte geäußert. "Eine Agentur, die den Großteil der deutschen FIFA-Spieler betreut, sollte meiner Meinung nach nicht die eNationalmannschaft managen", schrieb der Profi vom VfB Stuttgart auf Twitter.

DFB bezieht Stellung

Auf Anfrage von kicker eSport äußerte sich der DFB zu den Vorwürfen: "Wir bedauern, dass durch einen nicht ganz glücklich formulierten Tweet der Agentur offensichtlich an mancher Stelle der Eindruck entstanden ist, der Verband würde im Bereich eFootball Entscheidungen in fremde Hände geben. Dies war und ist nicht der Fall." Nach Aussage des Verbands war STARK vormals bei der "Ausarbeitung eines Konzepts zur Integration des eFootballs in das DFB-Ökosystem" involviert. Beim Thema eNationalmannschaft hätte die Agentur einzig ausgeholfen, Social-Media-Kanäle zu bespielen und ein Bootcamp zu begleiten.

Der DFB sagte weiter: "Alle Entscheidungen die eNationalmannschaft betreffend hat der DFB eigenständig und nach Betrachtung aller Fakten getroffen. Dazu zählt selbstverständlich auch die Entscheidung darüber, welche Spieler zum 21er-Kader der eNationalmannschaft gehören und wer den DFB beim FIFA eNationsCup vertritt. Weder war die Agentur in diesen Entscheidungsprozess eingebunden noch hat zu irgendeinem Zeitpunkt eine Bevorzugung von Spielern, die bei der Agentur unter Vertrag stehen, stattgefunden."

Auch Kaymans Zweifel sind inzwischen dahin. Nach einem Gespräch mit dem DFB sagte der langjährige FIFA-Profi gegenüber kicker eSport aus, dass seine Bedenken beseitigt wurden.

Video zum Thema
Wir feiern, Ihr gewinnt- 16.04., 17:42 Uhr
Fünf Jahre kicker eSport in Zahlen und Fakten
Wir feiern unseren fünften Geburtstag und haben die letzten Jahre Revue passieren lassen. Zudem verlosen wir einiges an Hardware von Razer, Turtle Beach und AK Gaming. Wenn Ihr mehr wissen wollt, checkt das Video.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS

Social Media

FacebookInstagramTwitterYouTube


Schlagzeilen


Kontakt | Impressum | Mediadaten | AGB | Datenschutzhinweis | Nutzungsbasierte Online-Werbung

Weitere Angebote des Olympia-Verlags:
alpin.de | olympia-verlag.de