Das erwartet der Verein

FC Basel im eSport: Sportlicher Erfolg steht über allem

von Nicole Lange am 16.08.2017 um 15:21

Tim Katnawatos und Florian Müller sind die neuen FIFA-eSportler im Verein. Beide Spieler sollen zukünftig für Erfolge auf der virtuellen Bühne sorgen. Der FC Basel plant dabei auch einen längerfristigen Ausbau, um das "enorme Potenzial" im FIFA eSport anzuzapfen. Was der schweizer Fußballverein zukünftig mit seinen eSportlern plant, haben wir mit Joachim Reuter, dem Leiter der Marketing-Services-Abteilung, besprochen.

Der FC Basel baut seine eSport-Sparte weiter aus und erklärt uns im Interview, wie der Verein zukünftig aufgestellt sein wird.
Der FC Basel baut seine eSport-Sparte weiter aus und erklärt uns im Interview, wie der Verein zukünftig aufgestellt sein wird.
© FC BaselZoomansicht

Tim Katnawatos und Florian Müller sollen nicht nur den eigenen Erfolg vorantreiben, sondern auch Luca Boller bei seinen Zielen unterstützen. Doch die Erwartungshaltung ist ganz klar, wie uns Joachim Reuter erzählt.

kicker eSport: Wieso ist die Wahl auf Tim Katnawatos und Florian Müller gefallen?
Joachim Reuter: Beide haben sich mit hervorragenden Leistungen und der Qualifikation für den FIWC ins Rampenlicht gespielt. Damit haben sie mehrfach bewiesen, dass sie bei Offline-Turnieren, an denen durch die direkte Nähe zum sportlichen Kontrahenten und durch die Anwesenheit von Zuschauern oder Kameras eine ganz andere Atmosphäre als bei reinen Online-Wettbewerben herrscht, besonderen Drucksituationen Stand halten. Hinzu kommt, dass beide Spieler auf unterschiedlichen Konsolen heimisch sind - damit sind wir auch in dieser Hinsicht perfekt abgedeckt.

kicker eSport: Wie ist die Erwartungshaltung des Vereins an die Spieler?
Reuter: Tim und Florian sollen in erster Linie sportlich erfolgreich sein - das steht über allem. Daneben erhoffen wir uns zwei Dinge: einerseits eine größere nationale und internationale eSports-Reichweite und andererseits sollen sie als Trainingspartner von Luca Boller einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, das auch Luca seinem erklärten Ziel - internationale Erfolge zu feiern - einen Schritt näherkommt.

kicker eSport: Warum haben Sie den Schritt in den eSport gewählt?
Reuter: Wir verstehen unseren Einstieg in den eSports als digitale Verlängerung unseres Kerngeschäftes und möchten in dieser jungen Zielgruppe als Verein nah- und erlebbar sein. Wir wollen durch eSports in einen Dialog mit jungen Menschen treten, um ihre Bedürfnisse, ihre Denkweisen und ihr Konsumverhalten noch besser zu verstehen. Denn es stellt sich - gerade mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung - für uns als Klub die Frage, wie unsere Fans und der Stadionbesuch mittel- und langfristig aussehen.

kicker eSport: Werden Sie auch, ähnlich wie Schalke mit dem Knappen-Cup, nach Talenten suchen? Gibt es Pläne in diese Richtung?
Reuter: Wir halten immer die Augen nach Talenten offen. Derzeit gibt es allerdings keine konkreten Pläne für ein "Scouting-Turnier".

Joachim Reuter redet über die eSport-Ausrichtung vom FC Basel.
Joachim Reuter redet über die eSport-Ausrichtung vom FC Basel.
© FC BaselZoomansicht

kicker eSport: Wie sehen Sie die eSport-Entwicklung in der Schweiz allgemein?
Reuter: Ich kann und will an dieser Stelle nur über die Entwicklung von "FIFA" sprechen. Dazu zwei Beispiele: Das Vorstellungsvideo zu unserem Einstieg in den eSports hatte eine der höchsten Klickraten innerhalb unseres FCB-TV's im Monat Mai. Anfang Juli fand in den Räumlichkeiten unseres Stadions ein "2-gegen-2"-FIFA-Turnier mit 509 Teilnehmern statt, wobei der Veranstalter rund um das Veranstaltungswochenende alleine auf Social Media Kontakte im mittleren sechsstelligen Bereich erzielt hat. Diese Beispiele zeigen das enorme Potenzial von eSports. Es gibt aber noch einiges zu tun, wie z.B. die Etablierung von Ligen bzw. lizenzierten Wettbewerbsformaten und deren mediale Verbreitung.

kicker eSport: Glauben Sie, dass der FC Basel noch weitere Vereine in der Schweiz dazu bringen wird, in den eSport einzusteigen?
Reuter: Wir hoffen sehr, dass andere Vereine unserem Beispiel folgen werden. Für die ganze Entwicklung des eSports in der Schweiz wäre das nur förderlich.

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