Kein Profiteam, dafür Breitensport

Eintracht Frankfurt steigt in League of Legends ein

von Holm Kräusche am 01.04.2019 um 18:28

Die Eintracht geht neue Wege im eSport. Der Frankfurter Verein will nun auch in League of Legends aktiv werden. Die Strategie soll aber ganz anders werden als bei PENTA oder Schalke.

Bei der Eintracht wird nun auch League of Legends gespielt.
Bei der Eintracht wird nun auch League of Legends gespielt.
© Eintracht Frankfurt/kicker eSportZoomansicht

Mit Eintracht Frankfurt wagt ein weiterer Fußballverein den Schritt vom "eFootball" in den eSport. Auf der Website der Adler ist nun zu lesen: "Die Eintracht steigt in den eSports ein und wird dieses Thema 2019 konsequent und nachhaltig in den eSports Titeln FIFA und League of Legends forcieren."

Frankfurt ist bereits in FIFA aktiv und erreichte in der VBL Club Championship kürzlich knapp die Playoffs auf dem 16. Rang. Und es ging noch weiter: Maik 'Sn0wGoogles' Kubitzki zog ins Grand Final ein und konnte damit die Erwartungen übertreffen, hieß es von der Eintracht.

Nun geht es in League of Legends weiter. Frankfurts Ansatz soll anders werden, als der von Schalke und 1860 München: Ein direkter Einstieg durch die Verpflichtung von einem semi- oder professionellen bestehenden League of Legends Teams ist nicht geplant.

Eintracht setzt auf lokale Talente

Das wäre in der Tat ein Novum, setzten die Sportvereine in der Regel auf ein professionelles Team, das Strahlkraft entfaltet und die weiteren Projekte unterstützt. Nach kicker eSport-Informationen will die Eintracht stattdessen lokale Spieler ausbilden und fördern, um in Zukunft einen leistungsstarken Kader stellen zu können. Der könnte dann in den bekannten Ligen antreten.

In der VBL hat Frankfurt dieses Konzept schon ausprobiert. 'Sn0wGoogles' und 'Makibest' sind lokale Talente, die besonders ihre Liebe zum Verein auszeichnet. Sie haben ihr Mindestsoll erfüllt und mit Ach und Krach den letzten Qualifikationsplatz der Liga geholt.

In Frankfurt weht offenbar ein anderer Wind als bei Schalke und PENTA. Die Knappen stiegen in ihrer ersten LoL-Saison ab und in Berlin hatte man das Ziel ausgegeben, Meister zu werden. Die Mannschaft konnte sich allerdings nur knapp in der Liga halten. Den Fehler zu großer Ambitionen will man in Frankfurt wohl nicht machen.

"Von der Breite in die Spitze"

"Das ist die oberste Maxime des Vereins. Nur wer die 'Basis' intensiv fördert, kann erfolgreiche Spitzensportler hervorbringen." So steht es auf der Website der Eintracht geschrieben, und so soll auch die neue LoL-Abteilung geführt werden.

Nach kicker eSport-Informationen werde bis Sommer ein Trainingszentrum im vereinseigenen Leistungszentrum im Riederwald entstehen und der Breitensportfokus geschärft. Dann sollen Vereinsmitglieder in wöchentlichen Trainingseinheiten unter der Leitung von ausgebildeten und qualifizierten Trainern üben können. Dabei will die eSport-Abteilung ein Kadersystem anwenden, mit Unterteilungen zum Beispiel in "Anfänger" und "Profis". Jeder könne sich durch dieses System von unten nach oben arbeiten und bei entsprechendem Leistungsniveau bei offiziellen Wettbewerben für die Eintracht antreten.

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