SK Gaming besiegt deutsche Konkurrenz

Unter den Erwartungen: Schalke verpasst Playoffs

von Christian Mittweg am 18.03.2019 um 13:05

Der FC Schalke 04 hat die Playoffs der League of Legends European Championship (LEC) verpasst. Das zweite deutsche Team der Liga, SK Gaming, stahl den Knappen mit einem überragenden letzten Spieltag den Platz.

Hängende Köpfe bei Schalke: Die Knappen sind nicht in den Playoffs dabei.
Hängende Köpfe bei Schalke: Die Knappen sind nicht in den Playoffs dabei.
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Euphorie auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen. Die Szenen vom letzten Spieltag der LEC erzählten eine klare Geschichte. Während SK Gamings Trainerstab nach dem entscheidenden Tiebreaker-Spiel freudig aus dem Backstage-Bereich gestürmt kam, um die Playoff-Teilnahme zu feiern, blieb es auf Schalkes-Seite ruhig - zu ruhig. Kein Coach kam heraus, die fünf Profis von Königsblau sprachen kaum ein Wort, packten stattdessen eilig ihre Sachen zusammen und verließen die Bühne mit hängenden Köpfen. Aus ihren Aktionen sprach die Enttäuschung einer Saison, die so gut begonnen hatte, am letzten Spieltag jedoch tragisch endete.

Ein Sieg reicht nicht

Schalkes Ausgangslage zum Ende der regulären Saison schien vielversprechend. Von den drei Teams im Kampf um den sechsten Tabellenplatz, der für die Teilnahme an den Playoffs berechtigt, hatten die Knappen die besten Chancen, denn Verfolger Misfits Gaming und SK Gaming hinkten einen Sieg hinterher. Trotz des Vorsprungs reichte es am Ende aber nicht für Schalke. Das königsblaue League of Legends-Team gewann einzig gegen Tabellenschlusslicht Rogue am letzten Spieltag. Da SK Gaming aber doppelt siegte, zog die deutsche Traditionsorganisation gleich und erzwang ein Tiebreaker-Spiel.

Comeback-Erfolg

Das Entscheidungsspiel startete, ähnlich wie die gesamte Saison, gut für Schalke und die Knappen lagen bereits nach wenigen Minuten mit drei Kills vorne. Zur Saisonhalbzeit stand Königsblau noch auf dem zweiten Tabellenrang. Doch der Konkurrent blieb in der Liga und im Spiel dran und hielt den Goldvorsprung knapp. In der 22. Minute kippte dann die Partie. SK gewann einen Teamfight in der Nähe von Baron Nashor deutlich und schnappte sich das legendäre Monster. Danach schien Schalke geschlagen. Die Verteidigung der Knappen hielt dem anschließenden Angriff nicht stand und SK holte sich den Sieg ohne größere Probleme.

"Ich bin so stolz, so glücklich. Ich kann gar nicht beschreiben, wie viel uns das bedeutet", hieß es von SK Coach Ram 'Brokenshard' Djemal nach der Begegnung. "Wir werden uns wieder aufrappeln", lautete dagegen das Schalker-Statement.

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