Der Chemiebaukasten unter der Lupe

FUT 20: eSportler sprechen über das Chemie-System

von Nicole Lange am 16.04.2019 um 12:20

"FUT ist verbesserungswürdig und wird es jedenfalls subjektiv auch immer irgendwie sein", erklärt unser FIFA-Experte Alexander 'Bono' Rauch. Manche FIFA-Spieler dürften ihm zustimmen. Wir haben mit einigen Profis das Chemiesystem unter die Lupe genommen und möchten wissen, was sie verbessern würden.

Was halten die eSportler vom Chemie-System und den Positionsvarianzen in FIFA Ultimate Team? Wir haben bei (v.li.) 'Georgios7', 'DullenMike' und 'Bono' nachgefragt.
Was halten die eSportler vom Chemie-System und den Positionsvarianzen in FIFA Ultimate Team? Wir haben bei (v.li.) 'Georgios7', 'DullenMike' und 'Bono' nachgefragt.
© kicker eSportZoomansicht

Das Grundkonzept von FIFA Ultimate Team (FUT) beläuft sich simpel betrachtet auf die Zusammenstellung einer "Traumelf". In FUT können so Cristiano Ronaldo und Ruud Gullit zusammen mit Eden Hazard und Marco Reus auflaufen. Man baut sein eigenes Fantasieteam auf. Individuell anzupassen und jederzeit flexibel in der Formation. Achten muss man dabei nur auf die Teamchemie. Mit sogenannten Positionskarten lassen sich aus Mittelfeldspielern sogar Stürmer machen und umgekehrt. An diesem Punkt sieht 'Bono' Verbesserungspotenzial. "Ein positionsspezifisches Problem ist seit Beginn von FUT der Übergang von Verteidigung auf Mittelfeld und umgekehrt. Ebenso die Option die Flügel schlicht zu tauschen oder einen zentralen Spieler zu einem Flügelspieler zu machen. Vom Grundgedanken her spräche nichts dagegen diese Möglichkeiten zukünftig zuzulassen, jeder soll sein Team schließlich so zusammenstellen können wie gewünscht."

Chemie in FUT "eliminieren"

FUT Champions-Sieger Dylan 'DullenMike' Neuhausen geht sogar noch einen Schritt weiter, denn mittlerweile erfüllt die Chemie nur noch einen Zweck und da könnte man sie auch gleich abschaffen: "Bei den ganzen Events starten Spieler in irgendeiner komischen Formation, um alle Spieler auf volle Chemie zu bringen, und dann wird in der ersten Minute einfach umgestellt. Da das eh schon jeder macht, könnte EA das Chemie-System eigentlich auch komplett umwerfen", so der Spieler von SK Gaming. "Ich würde dazu tendieren, das Chemie-System komplett zu eliminieren. Dann wäre der Sinn hinter dem Teambauen zwar ganz weg. Auf der anderen Seite kann man dann aber auch all die Spieler spielen, auf die man Bock hat."

Mehr Variabilität in den Positionen

Dem stimmt auch Bono zu: "Dem Grundgedanken von FUT nach wäre es deutlich fairer die Positionsbeschränkungen fallen zu lassen. Momentan lässt sich aus einem IV nichts weiter machen, aber aus einem ZDM kann problemlos ein Stürmer werden. Richtig konsequent ist das nicht." Gladbachs Georgios 'Georgios7' Papatolis sieht dagegen in den Ikonen eine gute Lösung die Probleme, zumindest die Chemie betreffend, einzudämmen. "Ich finde es aktuell gut, weil man mit Ikonen auch Spieler einbinden kann, die man ansonsten eigentlich nicht nutzen könnte", so Papatolis. Gleichzeitig bemängelt aber auch er die geringe Positionsvielfalt auf die Defensive bezogen. "Es wäre sehr cool, wenn man Innenverteidiger zu defensiven Mittelfeldspielern umwandeln könnte, denn es gibt tatsächlich einige Innenverteidiger, die man im Mittelfeld spielen würde. Aktuell muss man in dem Fall aber immer noch im Spiel wechseln. Es würde die Aufstellungen abwechslungsreicher machen."

Am Ende müsse man aber auch aufpassen, mahnt 'Bono': "Wenn man in seinem Innenverteidiger einen verkappten linken Flügelstürmer sehen möchte: wieso nicht? Ein Domenico Tedesco durfte auch mal Verteidiger Mendyl in den Sturm als Falsche Neun stellen, mit zugegebenermaßen eher überschaubarem Erfolg. Vielleicht ist aber gerade so etwas auch der Grund dafür, dass EA SPORTS so verfährt und nicht alle Optionen verlustfrei zulässt. Und wie frei sollte das alles sonst sein? Dürfte man auch seinen Torhüter ohne Stärkeverlust in den Sturm stellen?"

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