Die umstrittenen Legenden

Prime ICON Moments: Special-Karten ohne Sinn?

von Nicole Lange am 03.03.2019 um 16:15

Wo kommen die denn her? Diese Frage stellten sich am 11. Februar einige FIFA-Spieler. An diesem Tag stellte EA SPORTS nämlich die Prime ICON Moments vor und überraschte damit viele Zocker. Die Special-Karten kann man als eine Art Inform für ICONs sehen. In der Community werden die Karten mit gemischten Gefühlen aufgefasst.

Die Prime ICON Moments sorgen in der Community für Unmut.
Die Prime ICON Moments sorgen in der Community für Unmut.
© EA SPORTSZoomansicht

Auf dem Reißbrett war es vielleicht eine gute Idee: ICON-Upgrades. Also noch bessere Karten für legendäre Spieler. So wird Pelé in seiner Prime Moments-Variante zum 99er-Spieler und der in FIFA ohnehin fast schon unantastbare Ruud Gullit wird zur unüberwindbaren Mittelfeldmacht. Sinn und Zweck dieser Karten sind in der Praxis allerdings umstritten, denn sie stellen die eigentlich schöne Idee der Legenden-Karten in ein merkwürdiges Licht.

So waren die Legenden, wie sie damals noch hießen, grandiose Spieler, die mit diesen Special-Karten geehrt wurden. Sie haben nicht nur gute Werte, sondern können in FIFA Ultimate Team (FUT) auch mit jedem anderen Spieler gelinkt werden. Auf die Chemie muss man nicht groß dabei achten. Mit FIFA 18 führte EA dann drei Versionen der Legenden-Karten ein und nannte sie ICONS. Die drei Versionen entsprachen der Leistung, die diese Spieler zu bestimmten Punkten ihrer Karriere hatten. Von der Baby- bis zu Prime-ICON (Letztere war die Beste) hatte jede Variante einen Sinn. Mit den Prime ICON Moments ist Teilen der FIFA-Community dieser Sinn allerdings verloren gegangen.

Prime ICON SBC gemacht, was jetzt?

EA kündigte die Karten wie folgt an: "Um heroische Momente von ICONS aus ihrer Glanzzeit zu feiern, werden neue Versionen von ausgewählten ICONS in Packs veröffentlicht - und noch mehr in der Restzeit von FUT 19. " Zu diesen ausgewählten ICONS gehören auch Spieler, die es bereits in Squad Building Challenges (SBC) gab. Diese ICONS lassen sich aber nicht verkaufen, sondern sind "untauschbar". Wer z.B. die Prime ICON SBC von George Best für über 1 Mio. Münzen abgeschlossen hat, bekommt aktuell keine Möglichkeit, diese Karte mit der Moments-Variante aufzuwerten. Das Problem einiger Spieler liegt dabei gar nicht mal an der Tatsache, dass es eine neue Karte gibt, sondern vielmehr daran, dass man im guten Gewissen viele Münzen für die offenbar Beste ausgegeben hat und sie dann aber noch nicht mal verkaufen oder einen andren Gegenwert dafür bekommt, jetzt, wo die neue Karte da ist.

Laut EA soll es Prime ICON Moments Upgrade SBCs geben. Darin soll man z.B. den vorhandenen Best eintauschen können, aber selbst dann müsste der Spieler vermutlich wieder einiges an Ingame-Währung aufbringen, um die neue Karte zu bekommen. Wann das endgültige Ergebnis in FIFA Ultimate Team zu sehen ist, bleibt abzuwarten.

EA SPORTS hat mittlerweile sein Versprechen eingelöst und die erste Prime ICON Moments SBC veröffentlicht, in der man eine Prime ICON eintauschen kann. Hinzu wurden die SBCs ohne ein Zeitlimit eingestellt, sodass Ihr die SBC nicht nur in einem bestimmten Zeitraum abschließen könnt.

Prime ICON Moments - ein teurer Spaß

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Prime ICON Moments SBC zu machen, sollte seinen Kontostand checken, denn diese Challenges kosten einiges, und das ist ein weiterer Kritikpunkt: Die Prime ICON Moments sind zu teuer für normale Spieler. Selbst eSportler dürften anfangen zu rechnen, wie sie sich die neuen Spezial-Karten leisten können. Für normale oder selbst gute Spieler dürften die neuen ICONS unerschwinglich sein. Die SBCs kosten nach aktuellem Kurs zwischen 1,4 und 1,7 Mio. Münzen. "Gott sei Dank, ich war es schon leid, immer nur normale ICONS zu ziehen", "Ich spiele von Anfang an FUT und habe noch nie einen Spieler gezogen, der mehr wert war als 300-400 K, ich kann es kaum erwarten, noch mehr tolle Super-Karten in FUT vorgesetzt zu bekommen, die ich nie erreichen werde" - mit diesen und ähnlichen Kommentaren muss EA SPORTS nun umgehen. Denn was als Idee für mehr Varianz möglicherweise gedacht war, entpuppt sich in der Praxis nur für gut betuchte Spieler als erschwinglich.

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