"Großer Erfolg": Positive Resonanz und Verbesserungsbedarf

DFL zieht Fazit nach erster VBL Club Championship

von Christian Mittweg am 22.03.2019 um 12:41

Für den DFL war die erste Auflage der Virtual Bundesliga (VBL) Club Championship ein Erfolg. Vereine sowie Fans nahmen den Wettbewerb gut auf und große Pannen blieben aus. Dennoch will der Ligaverband die eigene eSport-Liga weiterentwickeln - nicht ohne Grund.

Trotz positiver Resonanz soll sich die VBL Club Championship weiterentwickeln.
Trotz positiver Resonanz soll sich die VBL Club Championship weiterentwickeln.
© eSport StudioZoomansicht

21 Spieltage lang traten die FIFA-Profis von 22 Vereinen der ersten und 2. Bundesliga gegeneinander an. Doch nun ist die Debüt-Saison vorüber und bei der DFL gilt es, Bilanz zu ziehen: Was lief gut und wo gibt es noch Luft nach oben?

Positive Resonanz

Gegenüber kicker eSport zeigte sich der Ligaverband in erster Linie zufrieden. Klubs und Spieler hätten den Wettbewerb gut angenommen. Ein "attraktives Format" für Fans des realen sowie des virtuellen Fußballs sei geschaffen worden, hieß es von offizieller Seite. "Viele Fans, die dem eSport bislang eher kritisch gegenüberstanden, haben sich sehr positiv über die neue Liga geäußert." Das würde Mut machen für die zukünftige Weiterentwicklung und die eigene Arbeit bestätigen.

Aus sportlicher Sicht war die erste Saison für die DFL sogar ein "großer Erfolg". Dennoch wolle und werde man die VBL Club Championship weiterentwickeln. Wie der Fortschritt konkret aussehen wird, weiß der Ligaverband noch nicht. Zuvor will man sich mit den Clubs und Partnern zusammenzusetzen, um die Debüt-Saison zu analysieren.

Verbesserungsvorschläge der Profis

Das Feedback der Profis war gegenüber kicker eSport zu großen Teilen positiv. Der Modus, insbesondere das Zwei-gegen-Zwei, und die Möglichkeit den eigenen Verein direkt zu repräsentieren, begrüßten die Spieler. Kritik gab es wenig. Eine der Beschwerden, die dennoch aufkamen, betraf den Spielplan. Aufgrund der vielen internationalen Turniere, Online-Qualifikationen und 21 VBL Spieltagen in zwei Monaten, war der Terminkalender der meisten Profis vollgepackt. Zudem mussten sich zwei Profis immer an einem Ort treffen, um das Doppel bestreiten zu können. Teilweise fielen FUT Champions Cups und VBL sogar auf den gleichen Tag, was zu zahlreichen Spielverlegungen führte.

Das Vorgehen entsprach zwar dem Wunsch der Profis, führte jedoch auch zu Unordnung. Deswegen kündigte die DFL an: "Für die nächste Saison werden die Terminkollisionen ein Aspekt sein, der frühzeitig mit allen Beteiligten besprochen wird, um höhere Planungssicherheit herzustellen." Eine mögliche Problemlösung und Wunsch vieler Profis wäre es, die VBL-Saison über einen längeren Zeitraum auszuspielen.

Attraktive Streams

Verbesserungsvorschläge der Community bezogen sich unter anderem auf die Streams der Vereine. Diese sollten "attraktiver gestaltet" werden. Tatsächlich variierte die Qualität der Übertragungen von Klub zu Klub. Vom reinen Gameplay-Stream bis hin zu eigenen Kommentatoren inklusive Interviews nach dem Spiel gab es alles.

Das ist neben den Vereinen auch dem Verhalten der DFL zuzuschreiben, die in der Debüt-Saison keinen Fokus auf die Streams legten. Gerade an der Stelle bietet sich aber eine Möglichkeit, um mehr Fans anzusprechend und das Produkt VBL Club Championship voranzutreiben. Wie gut das gelingt, wird man in der bereits angekündigten zweiten Saison sehen.

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