Emotionen und Elfmeterschießen

Wie in FIFA: Frankfurts Parallelen zur Europa League

von Nicole Lange am 15.05.2019 um 19:46

Der virtuelle Fußball ist dem traditionellen Sport gar nicht so unähnlich. Es ist nicht nur das Spielgerät, es sind auch die Emotionen und manchmal auch das Elfmeterschießen. Fast jeder FIFA-eSportler ist damit vertraut und verteufelt das Schießen vom Punkt. Das der Leidensdruck manchmal wie im echten Fußball ist, zeigte Eintracht Frankfurt beim dramatischen Aus im Europa League Halbfinale.

Am Beispiel von Eintracht Frankfurts Maik 'Sn0wGoogles' Kubitzki zeigt sich, wie nah eFootball und traditioneller Fußball beieinanderliegen können.
Am Beispiel von Eintracht Frankfurts Maik 'Sn0wGoogles' Kubitzki zeigt sich, wie nah eFootball und traditioneller Fußball beieinanderliegen können.
© kicker eSportZoomansicht

Als die Eintracht nach einem großartigen Kampf dann doch noch im Elfmeterschießen mit 3:4 gegen den FC Chelsea verloren hatte, war es mal wieder offensichtlich: Schießen vom Punkt kann manchmal grausam sein. Es ist ein Leid, das eFootballer mit den Spielern auf dem echten Rasen teilen. eSport-Turniere via Elfmeterschießen zu entscheiden wird nur sehr ungern gesehen. Es sei zu sehr vom Glück abhängig und noch dazu nicht besonders einfach in FIFA 19. Hin und wieder muss man da allerdings durch und wie im traditionellen Sport ist es auch im eSport manchmal so, dass der mit den besseren Nerven gewinnt.

"Das ist jetzt nicht passiert"

Im Spiel zwischen Chelsea und der Eintracht saß auch ein eSportler vor dem Bildschirm, nur das er diesmal nichts machen konnte. Die Kontrolle hatten andere. Maik 'Sn0wGoogles' Kubitzki musste zusehen, wie Haller, Jovic, de Guzman, Hinteregger und Paciencia am Elfmeterpunkt standen und am Ende dann doch Chelsea beim Jubeln zusehen mussten. "Ich habe es natürlich gesehen, leider nicht in London, aber ich saß danach eine Dreiviertelstunde vor dem Fernseher mit den Händen vorm Gesicht und dachte nur, das ist jetzt nicht passiert".

Die Emotionen gleichen sich, auch wenn es bei 'Sn0wGoogles' in der TAG Heuer Virtual Bundesliga (VBL) nicht um Millionen ging, so war die Enttäuschung ähnlich, wie nach dem Aus in London. "Ich habe hier alles gegeben und bin dann knapp gescheitert." Der Eintracht Frankfurt eSportler verlor in der VBL im alles entscheidenden Wildcard Match gegen den späteren deutschen Meister Michael Bittner und hätte ihn fast bezwungen. Mit 1:2 und 2:3 verlor 'Sn0wGoogles' das Hin- und Rückspiel jedoch und schied aus dem Turnier aus. "Es war praktisch, wie die echte Eintracht auf dem Rasen, von daher ist diesbezüglich eine große Übereinstimmung, aber es war natürlich enorm traurig".

Nächste Saison wird "geil"

Für die nächste Saison ist 'Sn0wGoogles' trotzdem zuversichtlich. Sollte Frankfurt für den europäischen Wettbewerb qualifiziert sein, "wird die nächste Saison auch wieder eine geile Saison", so der 18-Jährige. Im Meisterschaftskampf könnte die Eintracht den Bayern sogar die Suppe noch versalzen, meint Frankfurts eSportler. Ob es tatsächlich soweit kommt, wird sich am Samstag zeigen. Und möglicherweise wird sich auch dieses Duell bald im eSport bewahrheiten, falls der FCB für die nächste Saison in den eFootball einsteigen sollte. Frankfurt wird auf jeden Fall weitermachen und sucht auch weiterhin nach neuen Talenten.

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