Drust: "Gewaltverherrlichung finden wir nicht gut"

"Gegen die Werte": Keine Shooter beim FC St. Pauli

von Nicole Lange am 10.04.2019 um 12:20

Der FC St. Pauli steigt in den eSport und Breitensport ein. Mit FIFA, League of Legends und anderen Sporttiteln will der Verein nun das neue Spielfeld erkunden. Warum Shooter dabei keine Rolle einnehmen, hat uns Martin Drust, Marketingleiter des FC St. Pauli erzählt.

Keine Shooter: Martin Drust vom FC St. Pauli erklärt warum.
Keine Shooter: Martin Drust vom FC St. Pauli erklärt warum.
© kicker eSportZoomansicht

Der Verein hat eine Mission und stellte diese am 9. April im Millerntor-Stadion vor. Der FC St. Pauli will in den eSport einsteigen. Dabei soll es nicht nur ums Profigeschäft gehen, sondern auch der Breitensport wird involviert sein. Vor allem Spiele wie League of Legends sind in diesem Bereich angelegt. FIFA ist dafür in der Profiabteilung aufgestellt. Der Verein möchte aber auch ein Angebot für Kinder und Eltern schaffen und eine Anlaufstelle für Fragen bieten. Realer Fußball und FIFA sollen dabei Hand in Hand gehen und Kindern, die sich weniger bewegen, ein ausgeglichenes Umfeld geben.

Shooter kein Thema beim Kiezklub

Außen vor bleiben hierbei die Shooter, dies machte der Verein bei der Ankündigung unmissverständlich klar. Auf die Frage hin, warum Shooter kein Thema sind, erklärt Martin Drust, Marketingleiter des FC St. Pauli gegenüber kicker eSport: "Tatsächlich, weil wir das nicht mit unserem Verein und den Werten vereinbar halten. Gewaltverherrlichung finden wir nicht gut." Deshalb wolle man sich auch gar nicht in diesen Bereich reinwagen. Es gäbe gute Alternativen, dafür habe man sich an dem Kriterienraster der Hamburger Sportjugend orientiert.

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