DFB nimmt Einladung in letzter Minute an

FIFA eNations Cup: Deutschland ist dabei!

von Holm Kräusche am 14.03.2019 um 17:23

Im Vorfeld war mit einer Absage Deutschlands für den FIFA eNations Cup gerechnet worden, nun nimmt der DFB auf den letzten Drücker die Einladung doch noch an.

Deutschland ist beim FIFA eNations Cup in London dabei. Schickt der DFB 'MoAuba' ins Rennen?
Deutschland ist beim FIFA eNations Cup in London dabei. Schickt der DFB 'MoAuba' ins Rennen?
© FIFAZoomansicht

Deutschland wird am FIFA eNations Cup teilnehmen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verkündete per Pressemitteilung: "Der DFB wird der Einladung des Fußball-Weltverbandes folgen und am ersten 'FIFA eNations Cup' teilnehmen. Das hat das DFB-Präsidium im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen."

Nachdem der DFB so lange gezögert hatte, ist die Bestätigung nun eine kleine Überraschung. Im Vorfeld war gemutmaßt worden, dass Deutschland die Einladung ausschlagen könnte. Noch am Dienstag konnte die FIFA auf unsere Nachfrage keine Teilnahme Deutschlands bestätigen. Auch die zuletzt oft ablehnende Haltung von DFB-Präsident Grindel gegenüber eSport, schmälerte die Hoffnung von Community und Profis.

DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sagte nun allerdings: "Viele unserer aktiven Fußballer spielen in ihrer Freizeit Fußball auch an der Konsole. Dieser Trend spielt auch in unseren Planungen eine Rolle. Diese Entscheidung ist daher ein weiterer Schritt, den DFB für die Zukunft gut aufzustellen. Wir hoffen, dass umgekehrt Kinder und Jugendliche über Spiele wie FIFA 19 künftig verstärkt den Weg in unsere Vereine finden und am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Wir werden nun bis zum Nominierungsschluss am 31. März das beste Team für den FIFA eNations Cup melden."

Stärkste FIFA-Nation

Dass Deutschland beim eNations Cup dabei ist, ist allerdings nur folgerichtig, denn seit geraumer Zeit kommen die meisten qualifizierten Spieler der großen FIFA-Turniere aus der Bundesrepublik. Darüber hinaus schneiden die Teilnehmer nicht schlecht ab, verbuchen allerdings bisher kaum Siege. Die Liste der möglichen Kandidaten dürfte entsprechend lang sein. Der DFB kann somit aus dem Vollen schöpfen und auf Topspieler zurückgreifen.

Jede Nation muss letztlich zwei Spieler stellen, die im eNations Cup im Doppel gegen die anderen Länder-Teams antreten. Wichtig ist also auch die Teamsynergie. Am Ende entscheidet möglicherweise die nationale Meisterschaft, wer für sein Land antreten darf und das hat bei einigen eSportler schon für Unmut gesorgt. Auch die geringe Spieleranzahl wurde im Vorfeld kritisiert.

Russland komplettiert Teilnehmerfeld

Zusätzlich gab die FIFA heute Russland als letzte Mannschaft bekannt. Bisher ist die Nation im FIFA eSport nicht mit großen Spielern in Erscheinung getreten und man darf gespannt sein, welche Kicker der Verband präsentieren wird.

Die erste Auflage des FIFA eNations Cups wird vom 13. bis 14. April 2019 ausgetragen. Neben einem Preisgeld und dem Titel gibt es auch 1500 Ranglistenpunkte, die für die Qualifikation zum FIFA eWorld Cup (Anfang August) wichtig sind.

Teilnehmende Nationen am FIFA eNations Cup: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Portugal, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Spanien, Südafrika und USA.

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