Für Beat 'em up-Fans ein Muss

Street Fighter V im Test: Tolle, bunte eSport-Action!

von Nicole Lange am 16.02.2016 um 15:06

Die Street Fighter-Reihe ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Gaming-Szene. 1987 erschien der allererste Teil des Beat 'em ups, das mittlerweile Kultstatus erreicht hat. Mit Street Fighter V will Entwickler Capcom seine Genre-Vorherrschaft ausbauen und dabei den eSport noch weiter vorantreiben. Mit welchen Mitteln das vonstattengeht und ob der neueste Teil der bunten Klopperei auch noch nach knapp 30 Jahren Spaß macht, lest Ihr hier.

Street Fighter V: Entwickler Capcom will den eSport vorantreiben.
Street Fighter V: Entwickler Capcom will den eSport vorantreiben.
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Ryu, Ken, M. Bison, Chun-Li - diese Namen dürften jedem Street Fighter-Fan ein Begriff sein. Über die Jahre hat die Beat 'em up-Reihe einige neue Kämpfer erhalten, allerdings nie seine Identität verloren. Während sich andere Genre-Kollegen mit dem Aufkommen der neuen Konsolengeneration der fotorealistischen 3D-Grafik zuwandten, setzte Entwickler Capcom weiterhin auf einen comichaften und überzeichneten Grafikstil und schaffte sich somit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Prüglern. Grafisch ist Street Fighter V somit erneut über alle Zweifel erhaben. Auf Basis der Unreal Engine 4 schafft es Capcom, ein buntes Prügelfest abzuhalten, das sowohl die Kämpfer als auch die Locations in großartiger Optik erscheinen lässt.

Ob belebte Marktgassen, schmutzige Kampfarenen oder idyllische Hügel - in Street Fighter V bekommt man ein abwechslungsreiches Repertoire an Schauplätzen geboten. Doch wie so viele altehrwürdige Videospielserien muss sich auch die Street Fighter-Reihe neue Ziele setzen, um auf dem Markt zu bestehen. Mit Street Fighter V geht Capcom wieder einen Schritt weiter und muss dabei eigentlich nur sich selber schlagen.

Tolle Kämpfer, lahmer Story-Modus

Ken vs. Ryu: Legendäre Duelle gibt es in Street Fighter V auch wieder.
Ken vs. Ryu: Legendäre Duelle gibt es in Street Fighter V auch wieder.
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16 Kämpfer stehen Euch im Spiel zur Verfügung, wobei natürlich die bekanntesten Gesichter nicht fehlen dürfen. Hinzu gibt es vier neue Charaktere, wie z.B. Jiu-Jitsu-Kämpferin Laura Matsuda, der Parkour-Kämpfer Rashid oder den muskelbepackte Necalli. Letzterer ähnelt in Gestik und Kampfstil sehr der wilden Kreatur Blanka, welche eigentlich zur Stammbesetzung gehört, im fünften Teil allerdings nicht dabei ist. Über die grafische Darstellung mancher Charaktere lässt sich allerdings diskutieren. Trotzdem: Die neuen Kämpfer bringen einige frische Moves ins Spiel, wirklich neu oder Unikat wirken sie allerdings nicht, weshalb einige Spieler vermutlich bei ihren bereits seit Jahren favorisierten Kämpfern bleiben werden. Wer sich jedoch an anderen Charakteren und Stilen ausprobieren will, der findet in Street Fighter V eine tolle Variation an interessanten Kämpfern.

Das Erfolgsrezept der Serie war ohnehin schon immer die niedrige Einstiegshürde. Getreu dem Motto "easy to learn, hard to master" bleibt sich das Spiel seiner Ausrichtung treu. Wer die Grundmanöver und Kombinationen bereits kennt, hat schon mal einen guten Einstieg, um die ersten Runden zu überstehen. Insgesamt betrachtet wirkt Street Fighter V um einiges zugänglicher als die Vorgänger. So bietet der Schwierigkeitsgrad "Normal" schon fast zu wenig Herausforderung, weshalb der Kampf gegen den CPU-Gegner erst im höheren Schwierigkeitsgrad prickelnd wird.

Schwache Story: Präsentation und Inhalt sind kein Vergleich zum Rest des Spiels.
Schwache Story: Präsentation und Inhalt sind kein Vergleich zum Rest des Spiels.
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Wenig überzeugend ist dagegen der Story-Modus, der eher wie ein Alibi-Modus wirkt und nur bedingt Spaß bereitet. In kurzen Sequenzen wird dem Spiel eine Geschichte des jeweiligen Kämpfers vorgetragen, der jedoch Einsteigern kaum Kontext bietet. Wer schnell ist, kann mit allen 16 Charakteren innerhalb von einer Stunde durch sein. Da hätte man durchaus mehr Liebe reinstecken können, besonders wenn man bedenkt, mit welcher langjährigen Hintergrundgeschichte die Kämpfer daherkommen. Spiele wie Injustice haben gezeigt, wie man beides kombinieren kann. Da kann man nur hoffen, dass die von Capcom angekündigte "cinematische" Story-Erweiterung mehr Inhalt liefert. Im Juni soll der DLC kostenlos angeboten werden.

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