Basketball von EA und 2K: Alte Rivalität blüht wieder auf

NBA Live 18 und NBA 2K18 im Head-Ho-Head-Vergleich

von Christian Mittweg am 23.09.2017 um 20:00

Nachdem EA SPORTS 2016 kein Basketballspiel herausbrachte, kehrt die NBA Live-Reihe in diesem Jahr zurück. Damit beginnt der Kampf zwischen NBA Live und NBA 2K aufs Neue. Wer hat das bessere Spiel? Wer die innovativsten Neuerungen? Wir haben beide Spiele getestet und miteinander verglichen.

NBA Live 18 oder NBA 2K18? Wir haben getestet.
NBA Live 18 oder NBA 2K18? Wir haben getestet.
© 2K/EAZoomansicht

Am 15. September erschien NBA Live 18 und nur vier Tage später folgte der offizielle Release von NBA 2K18. Der Kampf um potenzielle Käufer hat damit begonnen. Nach dem Aussetzen von NBA Live 17 und dem schwachen Teil im Jahr davor, steht 2K allerdings klar an der Spitze und der Großteil der Basketballinteressierten hat sich EAs Konkurrenzprodukt zugewandt. Doch was trennt NBA 2K18 überhaupt von NBA Live 18?

Simpel gegen ausgefuchst

Schon bei der Steuerung fallen die unterschiedlichen Herangehensweisen auf. Die grundsätzliche Tastenbelegung ist zwar sehr ähnlich, in den Nuancen zeigt sich allerdings, welche Hintergedanken die Entwickler hatten. Bei NBA Live ist alles sehr klar und eindeutig - viel Schnickschnack gibt es nicht. Stattdessen beschränken sich die komplexesten Aktionen darauf, einen Block zu stellen oder Spezialbewegungen mit dem rechten Stick auszuführen. In NBA 2K18 offenbart sich ein anderes Bild. Die Optionen in der Offensive sind zahlreich und erfordern einige Stunden Spielzeit, um sie vernünftig zu erlernen. Das soll allerdings nicht heißen, dass NBA Live in diesem Punkt zurückstecken müsste. Die Steuerung von EA macht das Spiel schlichtweg einstiegsfreundlicher.

2K setzt neue Maßstäbe

Bei der Präsentation einer Partie und vor allem der Spieler zieht 2K davon. Nicht nur wirken die Bewegungen geschliffener und detailreicher, das Entwicklerstudio hat sich sogar die Mühe gemacht, auf bestimmte Merkmale der Spieler einzugehen. So dribbelt ein Dirk Nowitzki den Ball deutlich behäbiger als Youngster Dennis Schröder. Und damit ist nicht nur gemeint, dass der deutsche Point Guard den Ball schneller führt, auch die Animation ist auffallend unterschiedlich. Da kann NBA Live 18 nicht mithalten. Die Bewegungen der Spieler sind zwar solide, überzeugen aber nicht mit der Finesse von 2K.

Kampf der Modi

Sowohl EA als auch 2K versuchen in ihrem Spiel mit einem innovativen Modus zu überzeugen. Bei NBA 2K18 handelt es sich dabei um "Die Nachbarschaft": Eine Mischung aus Story-Modus, Multiplayer und Karriere. Ihr steuert den aufstrebenden Spieler DJ, der gerade dabei ist, sich in die NBA durchzuschlagen. Es gibt viele Cutscenes und in seltenen Fällen dürft Ihr das Gespräch sogar mit Euren Entscheidungen in eine bestimmte Richtung lenken. An einen Story-Modus im Stile von The Journey in FIFA kommt dieser Modus aber bei Weitem nicht heran. Seid Ihr gerade mal nicht auf dem Feld, versucht sich 2K an einer halboffenen Welt im GTA-Stil. Ihr könnt herumlaufen, im Park spielen, Euch neue Ausrüstung kaufen oder zum Friseur gehen. Das Ziel von "Die Nachbarschaft" ist es allerdings, die Wertung des eigenen Spielers in die Höhe zu treiben. Das ist keine leichte Aufgabe, da der Levelaufstieg sehr schleppend verläuft. Dabei tut sich noch eine weitere Schwachstelle auf. Der eigene Spieler kann durch die Ingame-Währung in die Höhe getrieben werden. Auch wenn der Modus nicht auf ein Multiplayer-Duell ausgelegt ist, ist diese Art von Pay2Win nicht zu begrüßen.

In "The One" tragt Ihr Spiele auf Straßenplätzen aus.
In "The One" tragt Ihr Spiele auf Straßenplätzen aus.
© EAZoomansicht

In NBA Live 18 heißt der neue Modus "The One". Anders als in "Die Nachbarschaft" werdet Ihr hier deutlich mehr an die Hand genommen und durch den Modus geführt. Ähnlich wie bei 2K steuert Ihr auch hier einen aufstrebenden Basketball-Spieler. Der Fokus liegt dabei aber vor allem auf der Weiterentwicklung Eures Spielers. In an ein Rollenspiel erinnernden Skill-Bäumen könnt Ihr Punkte verteilen und Euren Spieler dadurch nach den eigenen Wünschen formen. Bei offiziellen Spielen, aber vor allem auf bekannten Streetball-Plätzen, verdient Ihr Euch diese Punkte. Währenddessen treibt Ihr die eigene Geschichte voran und kommt Eurem Ziel in der NBA zu spielen immer näher. Der Vielfalt aus "Die Nachbarschaft" kann EA damit zwar nicht beikommen, stattdessen wirkt ihr Storymodus aber deutlich geschliffener.

Fazit:

2K bleibt der Chef auf dem Court, was Basketballspiele angeht. Vor allem bei der Repräsentation und den Animationen der Spieler hat NBA 2K18 noch einmal gut draufgelegt. Doch auch NBA Live 18 muss sich nicht verstecken. Nach der Pause im letzten Jahr und im Vergleich zum Flop 2015 hat sich NBA Live 18 stark verbessert und auch der neue Modus macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Für Einsteiger ist NBA Live 18 dadurch eine gute Option, während alteingesessene Spieler eher zu NBA 2K18 greifen sollten.

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