Simulation und Strategie in einem

Der Football Club Simulator - eine Alternative zum FM?

von Nicole Lange am 17.03.2016 um 09:06

Nachdem EA Sports die Entwicklung des eigenen Fussball Managers aufgegeben hatte, ist es aufgrund von lizenzrechtlichen Bestimmungen anderen Fußball Managersimulationen nicht erlaubt, in Deutschland angepriesen zu werden. Auf Steam gibt es aber für PC-Spieler seit Anfang März mit dem Football Club Simulator eine weitere Option. Ist der FCS aber auch wirklich eine echte Alternative? Wir haben das Managerspiel mal genauer unter die Lupe genommen ...

Seit Anfang März ist der Football Club Simulator erhältlich.
Seit Anfang März ist der Football Club Simulator erhältlich.
© FX InteractiveZoomansicht

Der Football Manager 2016 schnitt in unserem Test gut ab und zeigte, dass die Entwicklung eine gute Alternative für Fans des EA-Managers ist. Der Football Club Simulator kann jedoch nicht als richtiger Manager angesehen werden. Es ist eher eine Simulation mit Strategieansätzen. Eine interessante Mischung, denn jedes Managerspiel hat unterschiedliche Ansätze. Ein Lords of Football geht es lustig an und setzt mit einem Mix aus Lebenssimulation, Management und Fußballspiel einen ganz eigenen Stil. Getreu dem Motto, "Sims trifft auf Fussball Manager" könnte man in Lords of Football eine erfrischende Alternative kennenlernen. Für Taktiker und Tabellenkalkulatoren war das Spiel allerdings zu weit weg. Anders als in EAs Manager-Version, hier hatte man immer den Fokus auf die Aufstellung und das Verhältnis zu den Spielern.

Als Manager musste man viel mit der Mannschaft reden und die Trainingseinheiten möglichst effektiv legen, der Schwerpunkt lag jedoch auf der Kommunikation mit dem Team. Im Football Manager von SEGA waren die Persönlichkeiten der Spieler eher im Hintergrund. Das Spiel setzte vermehrt auf Strategie und taktische Inhalte. Für Taktikfüchse war der FM von SEGA ein echtes Eldorado.

Im Training lassen sich die unterschiedlichen Eigenschaften des Teams ausbauen.
Im Training lassen sich die unterschiedlichen Eigenschaften des Teams ausbauen.
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Der Football Club Simulator ist dagegen ein bisschen was von allem. Man stellt seine Mannschaft auf, legt Taktiken fest, baut das Stadion aus und stellt Mitarbeiter ein. Im Grunde alles Dinge, die man aus anderen Managern schon kennt. Der FCS nutzt allerdings noch kleine Elemente aus dem Echtzeitstrategie-Genre, und genau hier legt das Spiel sein Alleinstellungsmerkmal fest. Klar, im Fussball Manager und andren Genre-Vertretern lässt sich, sobald die eigene Mannschaft auf den Platz läuft, auch auf das Feld rufen, wann die Spieler schießen oder passen sollen, aber der FCS hat in diesem Punkt einen anderen Ansatz. Im Training lassen sich verschiedene Spielzüge und Teameigenschaften üben.

Keine Augenweide, aber mit interessantem, taktischen Inhalt.
Keine Augenweide, aber mit interessantem, taktischen Inhalt.
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So zum Beispiel das Pressing, Flügelspiel oder die Abseitsfalle. Jede dieser Aktionen kann während der Partien angewiesen werden. Dabei hat jedes Kommando pro Halbzeit ein Zeitkontingent von 20 Sekunden. Drückt man beispielsweise auf das Kommando Pressing, wird von den 20 Sekunden Zeit abgezogen. Jede Aktion lässt sich so lange wiederholen, bis die Zeit verbraucht ist und die zweite Halbzeit mit dem aufgefüllten Zeitkontingent beginnt. Mit speziellen Trainingseinheiten lassen sich aber auch diese Zeitkontingente erweitern, sodass man am Ende 80 Sekunden für jede Aktion besitzen kann.

Fazit der Redaktion: Nichts für Hardcore-Manager

Im Spiel selbst gibt es keine offiziellen Lizenzen und daher auch keine realen Spielernamen. Beispielsweise Manuel Neuer vom FC Bayern trägt im FCS den Namen Nickels, aber die Teams kann man gut erkennen. Sie besitzen Namen wie Madrid, Manchester oder Gunners. Insgesamt betrachtet macht der Football Club Simulator einen sehr soliden Eindruck. Die Übersetzung ins Deutsche ist zwar nicht perfekt, aber sie ist gelungen. Hinzu fehlt es dem Spiel an tiefer gehenden Manager-Funktionen. Dennoch ist der Strategie-Ansatz in Kombination mit den Simulationseinflüssen sehr interessant und eine spielerische Alternative. Preislich ist der FCS mit rund 20 Euro auch im unteren Segment angesiedelt. Das Spiel wird Hardcore-Manager-Fans sicherlich nicht begeistern, aber dafür wird es andere Spieler wieder positiv überraschen. Eine echte Konkurrenz ist er allerdings nicht.

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