Die Simulation im Test

Project Cars 2: Das perfekte Rennspiel?

von Kristin Banse am 26.09.2017 um 09:45

Slightly Mad legte mit einem beeindruckenden ersten Teil vor, dementsprechend hoch waren die Erwartungen an Project Cars 2. Die Rennsimulation weist zwar immer noch kleinere Schwächen auf, doch auch der zweite Teil ist durchaus gelungen.

Kann der zweite Teil der Serie überzeugen? Wir haben das Rennspiel getestet.
Kann der zweite Teil der Serie überzeugen? Wir haben das Rennspiel getestet.
© Slightly MadZoomansicht

Bereits in den ersten Spielminuten wird deutlich, dass sich der Entwickler den zwei größten Kritikpunkten des Vorgängers angenommen hat: Der Steuerung und der Übersicht. Der erste Teil machte es Gamepad-Spielern zur Tortur, den Rennwagen heil ins Ziel zu bringen: Die Steuerung war viel zu sensibel, nur die kleinste Bewegung endete im Graben. Project Cars 2 hingegen lässt sich auch ohne teuren Racing-Seat präzise und vor allem realistisch steuern.

Eintönigkeit trotz Varianz

Die verbesserte Übersicht macht sich dagegen hauptsächlich in der Karriere bemerkbar: Nun wird bereits auf den ersten Blick deutlich, welche Rennklassen Euch zur Verfügung stehen. Die Auswahl ist dabei immens: Formel-Rennen, Rallycross, Indycar bis hin zum Kartsport könnt Ihr als Grundlage für Eure Karriere festlegen. Hier punktet Project Cars 2 mit einer Vielfältigkeit wie keine andere Simulation. Trotzdem spielt sich die Karriere noch immer sehr einseitig: Es wird Rennen nach Rennen gefahren, eine Hintergrundstory gibt es nicht. Liebevolle Details, wie es beispielsweise F1 2017 mit verschiedenen Charakteren und Schauplätzen hat, existieren nicht.

Neue Autos, neue Strecken

Ansonsten übernimmt der zweite Teil vieles aus dem ersten und macht es zum Teil noch besser: So sind beispielsweise auch die Einstellungsmöglichkeiten zahlreicher denn je: Ob Fahrhilfen oder Sensibilität der Controller-Vibration - das alles liegt in Euren Händen. Gerade dadurch erhalten auch Rennspiel-Einsteiger einen guten Zugang zu Project Cars 2. Die Strecken und Auto-Lizenzen haben sich mit dem neuesten Teil um einige große Namen erweitert, sodass Ihr nun auch im Porsche um den Nürburgring heizen könnt. Zusätzlich weiß auch das dynamische Wetter zu begeistern. Über 16 verschiedene Bedingungen von Schneesturm bis hin zu blauem Himmel lassen sich vor jedem Rennen einstellen.

Fazit

Letztlich ist Project Cars 2 gelungen und übertrifft dank der verbesserten Steuerung und neuen Lizenzen auch den eigenen Vorgänger. Sowohl Einsteiger haben hier dank der Fahrhilfen genauso viel Spaß, wie eingefleischte Racing-Fans. Trotz der vielfältigen Auswahl an Wetter, Modi und Einstellungen ist Project Cars 2 von der perfekten Simulation aber noch ein großes Stück entfernt. Ebenso bietet die lieblos wirkende Karriere noch einiges an Verbesserungspotential. So bleibt der Entwickler sich treu und hat erneut zwei Punkte, denen er sich mit Teil 3 annehmen kann.

Video zum Thema
Das Rennspiel in der Vorschau- 17.08., 15:42 Uhr
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