Der neue Fußballmanager im Test

Torchance 2017: Ein Manager-Spiel für Einsteiger

von Christian Mittweg am 27.02.2017 um 09:40

Die Auswahl an Fußballmanager-Spielen ist rar und es gibt kaum Alternativen zu Football Manager 2017. Das deutsche Entwicklerstudio Big Blaze bringt nun den neuesten Ableger ihrer Manager-Reihe "Torchance" im März auf den Markt und plant die Fans mit dem Prinzip der "schnellen" Manager-Simulation erneut zu begeistern. Doch lohnt sich der Kauf von Torchance 2017 wirklich?

Der neue Teil der Torchancen-Reihe erscheint im März.
Der neue Teil der Torchancen-Reihe erscheint im März.
© Big BlazeZoomansicht

Dass Fußballmanager auf Lizenzen verzichten und stattdessen auf erfundene Vereins- und Spielernamen zurückgreifen, ist mittlerweile nichts Neues mehr. Seit Electronic Arts den eigenen Fußballmanager eingestellt hat, dürfen andere Entwickler in Deutschland keine lizenzierten Fußballmanagerspiele mehr vertreiben. EA hat die Rechte und die Konkurrenz das Nachsehen.

Doch Entwickler Big Blaze verzichtet auf rechtlich komplizierte Inhalte. Zumindest die Städtenamen der Klubs stimmen bei Torchance 2017 mit den realen Vorbildern überein und mit einigen wenigen Klicks lässt sich der Vereinsname im Editor anpassen. So ist garantiert, dass Ihr zu Beginn Eurer Managerkarriere mit Eurem Lieblingsklub die Saison starten könnt. Und auch die einzelnen Spieler lassen sich manuell verändern. Wer die komplette Bundesliga nachbauen will, muss aber etwas Zeit im Editor einplanen. Beim Start eines Spiels habt Ihr dann die Auswahl, ob Ihr in der Achten und somit untersten oder in der ersten Liga starten wollt. Auch der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen und schon geht es los. Natürlich gibt es noch einige kosmetische Möglichkeiten bezüglich Eures Trikots, danach startet Ihr aber direkt in die Saison.

Alles auf einen Blick

Das übersichtliche Menü erlaubt es, Manageraufgaben wie die Suche nach Sponsoren im Nu zu lösen.
Das übersichtliche Menü erlaubt es, Manageraufgaben wie die Suche nach Sponsoren im Nu zu lösen.
© Big BlazeZoomansicht

Das Design Eures Schreibtisches ist sehr einfach gehalten und gibt Euch schnell Einblicke in Statistiken sowie Sponsoren- und Spielerverträge. Dabei kann Euer Arbeitsbereich frei eingestellt werden. Durch einfaches Austauschen der Informationsfelder habt ihr alles im Blick, was für Euch persönlich die höchste Relevanz hat. Manageraktivitäten, wie die Spielersuche oder das genaue Einteilen der Finanzen, werden über ein eigenes Menüfeld geregelt. Es ist außerdem möglich, das Stadion auszubauen, die Ticketpreise anzupassen oder neue Jugendspieler zu scouten. Wirklich detailliert sind die einzelnen Vorgänge dabei nicht, wodurch aber auch unnötige Komplexität wegfällt. So sind die ersten Aufgaben schnell erledigt und Ihr kommt ohne Umschweife zu der ersten Partie Eures Vereins. Bevor es allerdings in das Match geht, könnt Ihr noch Aufstellung und Taktik verändern, wobei strategische Anweisungen nur sehr begrenzt vorhanden sind. Immerhin gibt es bei der Pausenansprache die Möglichkeit, nochmal einige Worte an Eure Spieler zu richten und so Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen. Eure Rede hat nämlich direkten Einfluss auf die Fitness- und Moralwerte Eurer Fußballstars.

Optisch nicht auf dem neuesten Stand

Während das simple Design des Schreibtisches beim übersichtlichen Planen hilft, ist die Live-Spielverfolgung alles andere als eine Augenweide. Der Ball fliegt wild von links nach rechts über das Spielfeld und 22 Spieler stehen reglos auf dem Spielfeld. Immerhin ließ Big Blaze verlauten, dass sich die Akteure auf dem Rasen bald auch bewegen werden und in einem Managerspiel ist dieser Aspekt auch nicht essenziell. Der Football Manager 2017 zeigt aber, dass es auch anders geht. Obendrein haben sich die Menüs und der Schreibtisch optisch kaum verändert im Vergleich zum Vorjahr. Das Layout ist dasselbe und selbst die Trainergesichter kennt man noch aus dem letzten Teil.

Fazit

Torchance 2017 hält, was es verspricht: Ein schneller Fußballmanager. Auch bei fehlender Vorerfahrung in diesem Genre lässt es sich ohne Probleme spielen. Das Gefühl, zu Beginn Eurer Karriere von Aufgaben überschwemmt zu werden, bleibt aus. Dadurch ist es möglich, bereits in kürzester Zeit eine komplette Saison zu bestreiten. Die fehlende Komplexität bedeutet aber auch, dass mit steigender Spielzeit die Aufgaben Eure Fähigkeiten nur noch in sehr geringem Maße testen. Immerhin schafft der, seinem Vorgänger sehr stark ähnelnde, Teil der Torchancen-Reihe mit einem Herausforderungs- und lokalen Multiplayer-Modus noch andere Anreize für erfahrenere Spieler. Für Fußballmanager-Fans, die sich nicht lange mit komplexen Aufgaben beschäftigen wollen, ist Torchance 2017 somit eine gute Alternative.

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