Was kann das Wintersport-Spiel?

Steep: Viel Spaß und verschenktes Potenzial

von Kristin Banse am 21.11.2016 um 22:45

Die Messlatte für Ubisofts neuen Titel liegt hoch. Der Entwickler liefert den ausgehungerten Fans endlich mal wieder eine Wintersportsimulation. Jetzt ist Steep in der Open Beta und die Meinungen der Community gehen hart auseinander. Weshalb man das Spiel dennoch nicht abschreiben sollte, erfahrt Ihr in unserer Vorschau.

Was kann Ubisofts Wintersport-Spiel Steep wirklich?
Was kann Ubisofts Wintersport-Spiel Steep wirklich?
© UbisoftZoomansicht

Im Wingsuit die Berge hinunterstürzen, fremde Dörfer entdecken oder auf dem Snowboard die Abfahrt runterbrettern - all das verspricht Ubisoft mit dem neuen Wintersportspiel Steep. Es stehen Euch fünf verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten zur Verfügung: Wingsuit, Paraglider, Snowboard, Ski oder zu Fuß. Diese können dann genutzt werden, um Zeitrennen zu fahren oder um durch coole Stunts Punkte zu sammeln. Über mehrere Wochenenden veranstaltete Ubisoft nun einzelne Betaphasen - die letzte war vom 18. November - 21. November frei zugänglich. Und seit der Version auf der gamescom hat sich so einiges getan.

Das Problem mit der Steuerung

Zum Spielbeginn müssen erst einige Aufgaben bewältigt werden. Bevor man sich also frei die Berge hinabstürzen kann, müssen erst die Grundlagen der Steuerung erlernt werden. Diese bekommt Ihr locker in den ersten Spielminuten serviert. Das Tutorial spiegelt schnell wieder, was Steep zu sein versucht - ein kreatives Videospiel mit unendlichen Möglichkeiten. Der Anfang spielt sich locker und bietet einiges an Freiheiten. Leider wird aber sofort die sensible Steuerung deutlich. Ubisoft will eine realistische Steuerung bieten, schießt hier jedoch weit über das Ziel hinaus. Nur die kleinste Bewegung des Triggers führt schon zu den größten Bewegungen, was die Steuerung schwammig und somit unhandlich macht. Gerade bei Rennen die enorme Präzision erfordern, kann das fatale Folgen haben und einem das gesamte Spiel kosten.

Die Frage nach den Punkten

Auch das Aussehen des eigenen Fahrers kann individuell angepasst werden.
Auch das Aussehen des eigenen Fahrers kann individuell angepasst werden.
© UbisoftZoomansicht

Im Freestyle-Modus spielt sich die Steuerung nicht ganz so schlimm. Hier können auf verschiedene Wege Punkte gesammelt werden - wie unter anderem durch Stunts, Interaktion mit der Umwelt oder das Durchqueren von Gefahrenzonen. Dafür ist hier die Punkteverteilung undurchlässig und fragwürdig. Es stellt sich die Frage, was eigentlich Interaktion mit der Umwelt bedeutet. Zum Beispiel über Dächer sliden oder Schneeberge zum Absprung nutzen, bringt keine Extrapunkte. Auch bei Tricks ist die Verteilung der Punkte oft fragwürdig. Schon beim realen Snowboard steht das Punktesystem häufig in der Kritik. Es spielen zwar Sauberkeit der Ausführung, Höhe oder der Schwierigkeitsgrad eine Rolle, aber auch hier ist der Rest oft willkürlich.

Ein Mekka für kompetitive Spieler

Steep betitelt sich zwar als Open World Wintersport-Spiel, trotzdem verschenkt Ubisoft auch hier großes Potenzial. Zu Fuß durch die Welt zu wandern, kann mehrere Stunden dauern und ist oft aufgrund der Gegebenheiten gar nicht möglich. Daher muss am Ende doch wieder auf das Schnellreisetool zurückgegriffen werden und auch das Ende der Spielwelt sieht irgendwann nur noch gleich aus.

Trotzdem sorgt Steep schon in der Beta für stundenlangen Spaß. Eine weltweite Bestenliste spornt Spieler kompetitiver Natur an, sich mehrmals an einer Strecke zu versuchen. Außerdem wird einem auch das Ergebnis seiner Freunde angezeigt, was für doppelte Motivation sorgt. Spieler haben die Chance, eigene Challenges zu kreieren und diese online zu teilen, sodass es auch an frischem Content nicht mangelt.

Letzten Endes befindet sich Steep noch in der Beta und könnte ein voller Erfolg werden, solange sich Ubisoft um die empfindliche Steuerung kümmert und transparenter bei der Punktevergabe wird. Kompetitiven Spielern verspielt der Titel stundenlangen Spielspaß, welcher durch eigenen erstellte Challenges zusätzlich noch getoppt wird.

Steep erscheint am 2. Dezember für den PC, die PlayStation 4 und Xbox One.

Die (un)endliche Karte von Steep im Überblick.
Die (un)endliche Karte von Steep im Überblick.
© Ubisoft

kicker eSport-Freunde auf Facebook

Schlagzeilen


Kontakt | Impressum | Mediadaten | AGB | Datenschutzhinweis | Nutzungsbasierte Online-Werbung

Weitere Angebote des Olympia-Verlags:
alpin.de | olympia-verlag.de