Deutsche scheiden in China früh aus

WESG: 'Maru' hält die Terraner-Fahne hoch

von Lars Becker am 19.03.2018 um 11:07

Terraner-Spieler haben es in StarCraft II derzeit nicht leicht. Nach langer Durststrecke ohne Turniersieg hat nun endlich wieder einer einen wichtigen Wettbewerb gewonnen. Seong Ju 'Maru' Cho ist abermals die Hoffnung vieler verzweifelter Spieler und siegte am Wochenende bei den World Electronic Sports Games (WESG) in China.

Seong Ju 'Maru' Cho hat in China 200.000 US-Dollar gewonnen.
Seong Ju 'Maru' Cho hat in China 200.000 US-Dollar gewonnen.
© WESGZoomansicht

200.000 US-Dollar - das ist insbesondere für ein Turnier außerhalb der World Championship Series (WCS) ein stolzes Preisgeld. Das sicherte sich der wieder erstarkte 'Maru' in einem Endspiel, das er mit 4:3 über Ryung Woo 'Dark' Park gewann. Damit befördert sich der Publikumsliebling mit einem Schlag auf den ersten Rang der Spielerliste mit dem am meisten gewonnenen Preisgeld. Zuletzt hatten sich zwei seiner Teamkollegen bei Jin Air Green Wings um diesen Platz gestritten.

Dabei waren im Vorfeld des Turniers noch Diskussionen aufgeflammt, was die Wettbewerbsfähigkeit der Terraner-Spieler betrifft. Der letzte wichtige Titelgewinn eines solchen war im August 2017 und dementsprechend leidenschaftlich wurde das unter Profis, Amateurspielern und in den Foren debattiert. Fakt ist, in den vergangenen Monaten hatten die Protoss- und vor allem Zerg-Profis die Turnierlandschaft beherrscht.

Koreaner hilft, Finne überzeugt

'Maru' war das am Wochenende offenbar egal. Der ohnehin bescheidene und selten aufbrausend werdende 20-Jährige spielte sich souverän durch das Turnier. Seine Leistungen waren in der Vergangenheit selbst recht wechselhaft. Aber es hat oft den Anschein, als würde er gerade dann auftrumpfen, wenn andere Terraner-Spieler mit ihrem Latein am Ende sind und seine Hilfe benötigen. Einen besonders schweren Stand haben jene Profis aus Europa, weshalb sie zu den Koreanern aufschauen und für jede Strategie dankbar sind.

Die einzigen beiden deutschen Teilnehmer schieden unterdessen in der zweiten Gruppenphase aus. Das lag aber auch daran, dass Tobias 'ShoWTimE' Sieber und Julian 'Lambo' Brosig schwere Aufgaben zu meistern hatten. Am Ende nahmen sie trotzdem jeweils 2.500 US-Dollar mit nach Hause. Einmal mehr überzeugen konnte hingegen der Finne Joona 'Serral' Sotala, der sich weiterhin in Glanzform zeigt. Der Gewinner der DreamHack Leipzig schnappte sich in Haikou den dritten Platz gegen den koreanischen Spitzenspieler Doh Woo 'Classic' Kim und satte 40.000 US-Dollar.

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