Erneut Ärger um Turnierplanung

SC2: Zerg und Chaos prägen WCS-Vorentscheid

von Lars Becker am 08.01.2018 um 12:52

StarCraft II ist zurück in Leipzig - und das als Circuit-Event der World Championship Series (WCS) im Rahmen der DreamHack vom 26. bis 28. Januar. Die vier europäischen Gewinner des Vorentscheids sicherten sich am Wochenende vorab den Einzug in die Round-of-32 des eigentlichen Turniers. Reibungslos lief der Wettbewerb allerdings nicht ab, ein Fehler bei der Zusammensetzung der Partien überschattete die Qualifikation.

Die Zerg-Spieler behielten am Wochenende die Oberhand.
Die Zerg-Spieler behielten am Wochenende die Oberhand.
© BlizzardZoomansicht

Jeder Teilnehmer wollte unbedingt die ersten beiden Etappen des Hauptevents überspringen, um später wertvolle Kräfte zu schonen. Zu diesem Luxus und einer Kostenübernahme von Reise sowie Unterkunft berechtigte eine Platzierung unter den besten vier Spielern. Alle anderen haben noch die Chance, sich vor Ort durch mehrere Hürden ins Turnier zu spielen.

Bis zur Gruppenphase der Qualifikation waren die beiden deutschen Profis, Tobias 'ShoWTimE' Sieber und Gabriel 'HeroMarine' Segat, hoffnungsvoll, einen direkten Einzug in Leipzig zu schaffen. Dann kam jedoch die Ernüchterung. Vor allem Sieber haderte mit gestandenen Zerg-Spielern wie Artur 'Nerchio' Bloch und Aleksandr 'Bly' Svusuyk. Überhaupt präsentierten sich die europäischen Zerg-Spieler einmal mehr in Topform. Europa ist ohnehin traditionell eine Brutstätte für talentierte Profis der Insekten-Rasse. Deshalb war es auch wenig überraschend, dass sechs der acht Teilnehmer im Viertelfinale Zerg spielten.

Große Kritik an Veranstalter

Im Vorfeld gab es bereits jede Menge Ärger wegen der kurzfristigen Terminbekanntgabe der Qualifikationsrunde. Nach harscher Kritik haben Blizzard und die DreamHack, die Veranstalter des Events, nachgegeben und die Spiele verschoben. Jetzt sehen sie sich der nächsten Kritikwelle ausgesetzt. Als die Teilnehmer des Viertelfinales bereits ihre Partien austrugen, bemerkten einige Spieler, dass die jeweiligen Paarungen falsch zusammengesetzt worden.

Nachdem der Fehler bemerkt wurde, arrangierte die Turnierleitung die Partien neu. Der Knackpunkt: Die Matches standen einen Tag vorher fest und die Spieler bereiteten sich auf ihre jeweiligen Gegner intensiv vor. Innerhalb von nur kurzer Zeit mussten sie sich also auf die neuen Paarungen einstellen.

Besonders hart traf es den Niederländer Kevin 'Harstem' de Koning. Mit 1:0 lag der Protoss-Spieler in Front, als ihn die Nachricht erreichte. Sein Kommentar auf Twitter spricht für sich: "Was ist das für ein verdammter Witz?" De Koning stand unvorbereitet statt einem Terraner- einem Zerg-Spieler gegenüber und schied aus. Am Ende gingen Mikolaj 'Elazer' Ogonowski, Artur 'Nerchio' Bloch, Joona 'Serral' Sotala (allesamt Zerg) und Marc 'uThermal' Schlappi (Terraner) als glückliche Sieger aus dem Turnier hervor.

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