Gewinner, Verlierer und besondere Ereignisse

StarCraft II: 2017 im Rückblick

von Lars Becker am 04.12.2017 um 15:23

Packende Spiele, steigende Preisgelder und revolutionäre Veränderungen - für die professionellen StarCraft II-Spieler und Fans war 2017 ein intensives Jahr mit vielen Zwischenstopps rund um den Globus. Grund genug, einen Blick zurück auf ein spannendes StarCraft II-Jahr zu werfen!

Lee 'Rogue' Byung Ryul machte mit seinem Weltmeistertitel ein herausragendes Jahr perfekt.
Lee 'Rogue' Byung Ryul machte mit seinem Weltmeistertitel ein herausragendes Jahr perfekt.
© BlizzardZoomansicht

USA, Schweden, Spanien und Kanada waren die vier Austragungsorte der World Championship Series (WCS). Kaum war eins der Turniere ausgespielt, fand quasi direkt im Anschluss die Qualifikation für den nächsten Wettbewerb statt. Den Abschluss fand die WCS-Saison im November mit den Global Finals im kalifornischen Anaheim, bei denen Lee 'Rogue' Byung Ryul am Ende unter Konfettiregen den Pokal in die Luft hob.

Die großen Gewinner

Während einige Spieler hinter den Erwartungen blieben, sicherten sich andere die Vorherrschaft in der Szene. Ebenjener 'Rogue' ist einer der großen Gewinner der abgelaufenen Spielzeit. Dass er ein gerissener und begnadeter Zerg-Spieler ist, war bereits zuvor bekannt. In den vergangenen zwölf Monaten wuchs der Koreaner aber weit über sich hinaus und krönte sich nach herausragenden Leistungen zum Weltmeister. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten deutete er dabei das ganze Jahr über an. Im Juli etwa hat der 23-Jährige bei den Intel Extreme Masters Shanghai den ersten großen Titel seiner Karriere gewonnen. Jetzt, nach dem Gewinn der BlizzCon, steht er auf einer Stufe mit SC II-Elitespielern wie Lee 'INnoVation' Shin Hyung. Der spielte übrigens auch eine herausragende Saison, konnte bei den Global Finals allerdings wie in den vergangenen Jahren nicht an seine Leistungen anknüpfen.

Im Westen hat Alex 'Neeb' Sunderhaft insgesamt den besten Eindruck hinterlassen und dabei seine Kollegen alt aussehen lassen. Bei drei von vier WCS-Events gewann der hochtalentierte US-Amerikaner den Titel und reiste als größter Hoffnungsträger nach Anaheim. Bei den Global Finals wurde der Protoss-Spieler jedoch den hohen Erwartungen nicht gerecht.

Deutsche schnitten schlecht ab

Keine gute Saison hatten derweil die deutschen StarCraft II-Spieler erwischt. Keiner von ihnen durfte am Ende an der BlizzCon teilnehmen, nicht einmal der sonst so leistungsstarke Tobias 'ShoWTimE' Sieber. Und das obwohl der 23-Jährige eigentlich zu den besten Spielern des Westens zählt und bei einem solch prestigereichen Turnier aufgrund seiner Klasse nicht fehlen darf. Julian 'Lambo' Brosig, Dario 'TLO' Wünsch und Gabriel 'HeroMarine' Segat blieben dieses Jahr ebenfalls blass.

Neue Ideen und Konzepte

Auch um den eSport herum hat sich viel getan. StarCraft Remastered, der restaurierte erste Teil, kam mit schicker Grafik und Matchmaking-System auf den Markt. Wenige Monate später gab Entwickler Blizzard dann bekannt, fortan StarCraft II kostenlos anzubieten.

Erfreulich war außerdem das gestiegene Preisgeld der Weltmeisterschaft. Blizzard implementierte dafür ein Crowdfunding-System, wie es andere große Entwickler bereits vorgemacht haben. Ein Teil des Erlöses von exklusiven Inhalten wie Skins oder Porträts ging in den Preisgeldtopf der Weltmeisterschaft und wird in zukünftige Turniere gesteckt. Am Ende schüttete Blizzard mithilfe der Community 700.000 US-Dollar aus, den höchsten Betrag in der StarCraft II-Geschichte. So bekam eine aufregende Saison beim größten StarCraft II-Spektakel des Jahres einen gebührenden Abschluss. Die Fans waren begeistert, und die teilnehmenden Profis sowieso.

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