Nationen im Duell

WESG: Zwei Deutsche im Vorentscheid

von Lars Becker am 22.11.2017 um 14:51

Der chinesische Onlinehandel Alibaba lädt am Donnerstag zum Vorentscheid der World Electronic Sports Games (WESG) ein. Gespielt wird im Nationen-System und ein üppiges Preisgeld gibt es auch. Tobias 'ShoWTimE' Sieber und Julian 'Lambo' Brosig vertreten am Freitag Deutschland in der europäischen Qualifikationsrunde, die allein schon mit 40.000 US-Dollar dotiert ist. Die Global Finals im März nächsten Jahres schütten dann 400.000 Dollar aus.

Am Donnerstag beginnt die Qualifikation für die Global Finals in China.
Am Donnerstag beginnt die Qualifikation für die Global Finals in China.
© WESGZoomansicht

Offline-Qualifier mit einem solch hohen Preisgeld sieht man in StarCraft II nur selten. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Turnierveranstalter, dank stattlicher Summen, das Interesse von Spielern und Fans geweckt. Insgesamt 20 Teilnehmer repräsentieren beim Vorentscheid in Barcelona ihre jeweiligen Heimatländern. Am ehesten ist der Wettbewerb daher mit dem früheren Turnierserienklassiker, den World Cyber Games (WCG), zu vergleichen.

Weil der Wettbewerb aus vielen regionalen Vorentscheiden besteht, bekommen auch unbekanntere Spieler die Gelegenheit, sich bei einem mit viel Preisgeld versehenen Turnier zu versuchen. Wie zum Beispiel Berkay 'Zerghamdi' Erba?, der ein völlig unbeschriebenes Blatt in der Szene ist und für die Türkei an den Start geht.

Willkommene Abwechslung

Die WESG hebt sich von den üblichen SC II-Turnieren durch das auf Nationen basierte Format ab. Auch bei den Teilnahmebedingungen unterscheidet sie sich von dem, was Spieler und Fans aus der World Championship Series (WCS) gewohnt sind. Eine gute Gelegenheit ist die WESG nämlich für erfolgshungrige Talente. Riccardo 'Reynor' Romiti und Clément 'Clem' Desplanches zum Beispiel zählen zu den begabtesten ihrer Altersklasse, dürfen aber an den Turnieren der WCS aufgrund ihres Alters nicht teilnehmen. Das hat bei den 15 Jahre alten Jugendlichen immer wieder für Frust gesorgt. Die World Electronic Sports Games verteilt keine Punkte für die WCS und kann deshalb selbst über das Mindestalter entscheiden. Romiti und Desplanches haben das gleich ausgenutzt und sich jeweils über den italienischen und französischen Qualifier einen Platz im europäischen Vorentscheid erspielt.

Deutschland wird unterdessen diese Woche von 'ShoWTimE' und 'Lambo' vertreten, die aktuell besonders motiviert sind. Sieber und Brosig haderten in diesem Jahr mit ihren Leistungen und waren alles andere als zufrieden mit den Resultaten. Darüber hinweg trösten könnte womöglich eine erfolgreiche Teilnahme in Barcelona und ein satter Preisgeldgewinn. Sollten sie unter die besten Zwölf gelangen, ist das Ticket für die Global Finals im chinesischen Changzhou gelöst. Der Sieger des Hauptturniers im März nimmt am Ende 200.000 US-Dollar mit nach Hause.

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