David Sum im Gespräch

SC II-Entwickler: "RTS hat immer noch viel Potenzial"

von Lars Becker/Nicole Lange am 15.11.2017 um 12:48

StarCraft II und damit auch die Echtzeitstrategie-Spiele (RTS) sind im schnelllebigen eSport-Geschäft stets auf dem Prüfstand. Um die Zukunft des RTS-Genre macht sich StarCraft II-Entwickler David Sum von Blizzard derweil aber keine Sorgen, wie er kicker eSport im Gespräch schilderte. Er sieht den mittlerweile sieben Jahre alten Titel für die Zukunft gut gerüstet.

Senior Game Designer David Sum ist weiterhin von der Echtzeitstrategie überzeugt.
Senior Game Designer David Sum ist weiterhin von der Echtzeitstrategie überzeugt.
© BlizzardZoomansicht

Existenzängste sind in StarCraft II nichts Neues und praktisch so alt wie der Titel selbst. Immer wieder wird leidenschaftlich über die Zukunft des RTS-Klassikers diskutiert. "Unser eSport ist gut in Schuss", findet Senior Game Designer David Sum, der mittlerweile für den Ko-op-Bereich zuständig ist.

Zwei Jahre gäbe es die World Championship Series (WCS) mindestens noch, auf der das Fundament des StarCraft II-eSport fußt. Turniere wie diese sollen in Zukunft auch durch die sogenannte War Chest möglich gemacht werden, mit der Fans sich mit ein wenig Geld besondere Inhalte in StarCraft II sichern können. Darunter fallen zum Beispiel exklusive Skins. Ein großer Teil der Erlöse fließt dabei direkt in die eSport-Turniere. "Wir haben damit für die WCS Finals auf der BlizzCon ein üppiges Preisgeld erreicht", freut sich Sum. "Das ist ein gutes Zeichen für die Langlebigkeit von StarCraft II."

Wettbewerb "immer noch stark"

Stimmen in der Community und Profiszene befürchten durch die stagnierende Popularität von StarCraft II ein insgesamt schlechteres Niveau der Profispieler und somit auch schlechtere Qualität der Partien. In Korea haben in 2016 gleich fünf Mannschaften ihre StarCraft II-Division geschlossen. Sum ist aber nach wie vor von dem guten Niveau der Spieler überzeugt: "Der Wettbewerb ist immer noch stark." Es freue ihn beispielsweise, zunehmend mehr Foreigner auf der großen Bühne zu sehen. Die schneiden gewöhnlich schlechter bei solchen Turnieren ab: "Die anderen Regionen holen auf und auch Korea wird gleichzeitig stärker."

Die Echtzeitstrategie befinde sich für den RTS-Experten in einer guten Position für die kommenden Jahre. "RTS hat immer noch viel Potenzial." Das gelte darüber hinaus nicht nur für SC II. "Andere Titel versuchen mittlerweile auf verschiedenste Weise, an das Genre heranzugehen. Hinzu kommt der Mobile-Markt", sagt Sum, nennt dafür aber keine weiteren Beispiele. Außerdem habe Blizzard vor, auch weiterhin neue Projekte in StarCraft II anzupacken und möchte dabei Hand in Hand mit der Community gehen.

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