Deutscher SC II-Profi im Gespräch

'ShoWTimE': Das Training für 2018 läuft schon

von Lars Becker am 24.10.2017 um 10:21

Dieses Jahr wird kein deutscher StarCraft II-Profi bei den Global Playoffs und Finals der World Championship Series (WCS) vertreten sein. Deutschlands aktuell erfolgreichster Echtzeitstratege, Tobias 'ShoWTimE' Sieber, hat die Qualifikation nicht geschafft und muss sich das Turnier von zu Hause aus ansehen. kicker eSport erzählte er, wie er die Phase bis zur nächsten WCS-Saison überbrückt.

Will 2018 wieder an alte Leistungen anknüpfen: Tobias 'ShoWTimE' Sieber.
Will 2018 wieder an alte Leistungen anknüpfen: Tobias 'ShoWTimE' Sieber.
© DreamHackZoomansicht

Bis zum letzten Turnier hatte Sieber alles dafür getan, um doch noch beim wichtigsten StarCraft II-Event des Jahres teilnehmen zu dürfen. "Aber es sollte wohl dieses Jahr nicht sein", sagte er im Gespräch mit kicker eSport. Seine Leistungen sind im WCS-Jahr 2017 nach eigenen Aussagen eher schlecht gewesen. Am Ende reichte es mit 1540 Punkten auf dem Konto lediglich für den elften Rang, der achte hätte zu einer Teilnahme an den Global Playoffs berechtigt. Zu wenig für einen Spieler seines Kalibers.

Dabei legte der 23-Jährige, der im Jersey der französischen Organisation Arma Team antritt, zu Beginn des Jahres einen guten Start hin. 'ShoWTimE' zeigte sich bei Offline-Events wie der WESG oder der DreamHack Austin in ordentlicher Verfassung. "Dann aber nicht mehr", räumte er ein. Wäre er das ganze Jahr über bei den Turnieren so aufgetreten wie im Training, so glaubt er, hätte er die Teilnahme an der BlizzCon "recht leicht geschafft".

Um wieder seine alte Form zu erreichen, möchte sich der Protoss-Spieler vor allem im mentalen Bereich verbessern, damit er in Zukunft bei Offline-Turnieren bessere Leistungen zeigt: "Mein Ziel ist es immer, besser als im vorigen Jahr zu sein. Das hat dieses Jahr nicht wirklich geklappt, daher will ich an meine Leistungen in 2016 anknüpfen."

Eine Pause gibt es nicht

Jetzt darf der WCS Spring Circuit-Champion von 2016 erst einmal unfreiwillig verschnaufen. Die Zeit ohne viele Turniere versucht er jedoch effektiv zu verwenden. Derzeit nutze er die Offseason, um ein neues Hotkey-Layout zu lernen, also eine andere Zusammensetzung der Tastenbelegungen. Das ist ein recht radikaler Schritt, durch den Profis sich eine erhöhte Effizienz erhoffen. "Daher trainiere ich immer noch recht viel, damit meine Mechanics für die nächste Saison wieder top sind."

Wenn die Global Playoffs am 27. und 28. Oktober sowie die Finals am 3. und 4. November stattfinden, muss 'ShoWTimE' das Geschehen vor dem Bildschirm verfolgen. Das Turnier werde er aber "ganz entspannt anschauen". "Ich wäre natürlich selbst gerne dort, aber ansonsten ist das nicht weiter schlimm für mich."

Und wer wird am Ende Weltmeister? Darauf möchte er sich nicht festlegen: "Es ist unmöglich da einen Favoriten zu nennen, dafür sind dort zu viele Topspieler", erklärt er. Letztlich komme es auf die Vorbereitung und das Bracket an. "Was die Foreigner anbelangt, haben 'Serral' und 'Neeb' die besten Chancen". Neben Joona Sotala und Alex Sunderhaft seien allerdings auch Juan Carlos 'SpeCial' Tena Lopez, früher unter dem Namen 'MajOr' bekannt, und Mikolaj 'Elazer' Ogonowski nicht zu unterschätzen.

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