Das ändert sich am Spaßmodus

SC II: Blizzard baut Arcade-Modus um

von Lars Becker am 11.10.2017 um 12:42

Unübersichtlich und umständlich war der Arcade-Modus in StarCraft II. Jetzt wurde er endlich umgebaut. Damit geht Blizzard auf von der Community vehement geforderte Wünsche ein. Der Aufbau der Spaßabteilung von StarCraft II ändert sich grundlegend - und das wird auch höchste Zeit!

Blizzard hat den benutzerdefinierten Modus umstrukturiert.
Blizzard hat den benutzerdefinierten Modus umstrukturiert.
© BlizzardZoomansicht

RTS-Veteranen werden sich noch an die alten Tage erinnern, an die Hochzeit der sogenannten Custom Games. In StarCraft: Brood War und WarCraft III waren die benutzerdefinierten Spiele eine der größten Highlights. Klassiker wie DotA gingen aus ihnen hervor. Schnell und unkompliziert eine Lobby mit passendem Namen erstellt - und schon ging es ins Gefecht.

In StarCraft II nahm der Rummel um die Mini-Games hingegen ab. Der neu strukturierte Modus ließ einige wertvolle Features vermissen. Eine wichtige Rolle nimmt er allerdings noch heute ein. Jeder kreative Kopf kann sein eigenes Werk kreieren und dann der Gemeinschaft bereitstellen. Daraus hat sich ein Marktplatz vielfältiger Genres gebildet. Hier können Spieler von den komplizierteren Modi wie dem Eins-gegen-Eins abschalten. Zum anderen bietet dieser auch eine gute Gelegenheit, Anfängern die Basics für das konventionelle StarCraft II beizubringen.

Mehr Kontrolle, weniger Automatik

Blizzard erklärt, dass Patch 3.19 den Benutzern wieder mehr Kontrolle gibt. Das war tatsächlich Kern der vielen Probleme, an dem die Spaßabteilung lange litt. Ärgerlich war zum Beispiel, dass die Spiele automatisch starteten, sobald sich der letzte Platz in der Lobby füllte. Insbesondere Anfänger fühlten sich dadurch überrumpelt. Damit soll jetzt Schluss sein.

Eine große Veränderung ist die Zusammenlegung von den Sektionen "Eigene Spiele" und "Arcade". Damit wird die Abteilung, die meist zur Erstellung eigener gewöhnlicher Eins-gegen-Eins-Partien benutzt wird, mit dem Mini-Games-Bereich kombiniert. Die neue Kategorie wird fortan unter dem Reiter "Benutzerdefiniert" aufgeführt. Diese Sektion ist wiederum in drei Unterkategorien eingeteilt: Lobbys, Standard und Arcade. Überhaupt präsentiert sich die Spielhalle in ganz neuem und besonders übersichtlichem Gewand.

Neue Lobby-Funktion

Nach dem Update ist zudem jede einzelne erstellte Lobby zu sehen. Das ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Was sich nach einer Selbstverständlichkeit anhört, musste jahrelang von der Community eingefordert werden. In Blizzards WarCraft III und StarCraft: Brood War war das bereits möglich. Wenn es gleich mehrere offene Lobbys für ein Spiel gab, zeigte die Liste bisher nur einen Eintrag an. Trat man dem Spiel bei, steckte das System den Spieler in die älteste verfügbare Lobby. Problematisch war bislang, dass einige keine öffentlichen Lobbys erstellen konnten, weil die älteste Version von jemandem besetzt war, der andere nur vom Spielen abhalten wollte. Andere Benutzer waren aber gezwungen, dort beizutreten. In der Liste aller offenen Lobbys ist nun einsehbar, wer diese erstellt hat und wie viele Plätze noch frei sind. Die virtuellen Warteräume können nun auch wieder individuell benannt werden und tragen so zur Übersichtlichkeit bei.

Hinzu kommen diverse kleine, aber bedeutende Änderungen, wie verbesserte Lesezeichen, um schneller auf Lieblingsspiele zugreifen zu können. Die geplanten Maßnahmen sind überlebenswichtig für den Arcade-Modus und entfesseln dessen Potenzial. Angesichts stagnierender Spielerzahlen ist allerdings fraglich, ob sie nicht zu spät kommen. Radikale Ideen sind das nicht, denn sie existierten zum Teil bereits in den Vorgängern und werden schon seit Jahren gefordert.

kicker eSport-Freunde auf Facebook

Schlagzeilen


Kontakt | Impressum | Mediadaten | AGB | Datenschutzhinweis | Nutzungsbasierte Online-Werbung

Weitere Angebote des Olympia-Verlags:
alpin.de | olympia-verlag.de