Deutschlands bester SC II-Spieler scheitert im Achtelfinale

WCS: 'ShoWTimE' verpasst letzte Chance auf die Blizzcon

von Lars Becker am 11.09.2017 um 12:18

Wenn im November die Weltmeisterschaft in StarCraft II stattfindet wird kein Spieler aus Deutschland dabei sein. Der letzte verbliebene Hoffnungsträger, Tobias 'ShoWTimE' Sieber, verpasste am Wochenende bei der World Championship Series (WCS) in Montreal endgültig die Chance auf eine Teilnahme am wichtigsten StarCraft II-Event des Jahres.

Hat die Qualifikation verpasst: Tobias 'ShoWTime' Sieber.
Hat die Qualifikation verpasst: Tobias 'ShoWTime' Sieber.
© DreamHack/ Jennika OjalaZoomansicht

Die acht Teilnehmer für die Global Finals stehen nach dem letzten WCS Circuit-Events in Kanada nun fest. Der von den deutschen Fans erhoffte Durchmarsch von Tobias Sieber blieb allerdings aus. Um doch noch bei den WCS Global Finals antreten zu dürfen, hätte er das mit vielen Spitzenspielern besetzte Turnier gewinnen müssen. Das gelang Deutschlands bestem SC II-Profi nicht, stattdessen sicherte sich sein direkter Konkurrent im WCS-Ranking, Bang 'True' Tae Soo, per Erreichen des Halbfinales das letzte Ticket für Anaheim.

'ShoWTimE' spielte bis zum Achtelfinale praktisch fehlerfrei und zog souverän in die Playoffs ein. Mit dem Gruppensieg keimte so etwas wie Hoffnung auf. Die verflog jedoch bereits in der nächsten Runde, denn der Brasilianer Diego 'Kelazhur' Schwimer kam ihm in die Quere. Nach 0:2-Rückstand kämpfte sich der 23-Jährige in einer spannenden Serie zurück und glich noch einmal aus. Das entscheidende fünfte Spiel verlor er darauf- und damit auch seine letzte Möglichkeit auf den Sprung in die Top-Acht.

'Neeb' macht das Triple perfekt

Kaum zu bändigen war derweil der US-Amerikaner Alex 'Neeb' Sunderhaft. Der Ausnahmekönner von Ting eSports gewann in Kanada seinen dritten WCS-Titel in dieser Saison. Mit einem satten 4:0-Erfolg demontierte er Team Liquids Jens 'Snute' Aasgaard, der ohne jegliche Chance blieb. Damit ist er dieses Jahr mit Abstand der erfolgreichste SC II-Profi außerhalb Südkoreas.

Es kann derzeit kommen, wer will: Sunderhaft gewinnt, gewinnt und gewinnt. "Es fühlt sich sehr gut an. Zumal es der leichteste Sieg von meinen drei WCS-Titeln war", sagte er nach dem Match lässig mit einer Hand in der Hosentasche. Der 19-Jährige ist aktuell der wohl stärkste Spieler des Westens und führt unangefochten die Rangliste an. Schon im Vorfeld galt er als einer der wenigen, die den südkoreanischen Konkurrenten bei der WCS-Endrunde die Stirn bieten können: "Ich will dieses Jahr unbedingt besser spielen." Ab dem 3. November kann der Amerikaner diesen Worten Taten folgen lassen.

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