Freie Programmierschnittstelle für die Forschung

Wie StarCraft II die Welt verändert

von Lars Becker am 14.08.2017 um 12:00

StarCraft II ist aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrads und der strategischen Tiefe bereits eine Wissenschaft für sich. In Kooperation mit DeepMind veröffentlichte Blizzard jetzt seine StarCraft II-API, also eine Programmierschnittstelle, um das Forschungsgebiet rund um die Künstliche Intelligenz (K.I.) zu erkunden. Während die US-amerikanische Spieleschmiede ihre Produkte optimieren will, strebt das Tochterunternehmen von Google an, mit den dort erlangten Erkenntnissen in ferner Zukunft Probleme in der realen Welt zu lösen.

Blizzard und DeepMind kooperieren, um die künstliche Intelligenz zu erforschen.
Blizzard und DeepMind kooperieren, um die künstliche Intelligenz zu erforschen.
© BlizzardZoomansicht

Motivation hinter der Veröffentlichung der API waren die Vorhaben des britischen Technologie-Unternehmens DeepMind, dass das neue System für seine Forschungszwecke benutzt. Durch eine Schnittstelle wird anderen Programmen ein Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, über dieses sie sich an das Softwaresystem anbinden können. Weiterhin ermöglicht es Dritten den Zugang zu Datenbanken. "Mit der StarCraft API bieten wir Forschern, Spielern und Hobbyprogrammierern mächtige Werkzeuge, mit denen sie das Spiel als Plattform für die Weiterentwicklung der K.I.-Forschung verwenden können", teilte Blizzard in einer offiziellen Mitteilung mit.

Die Schnittstelle stellt K.I.-Forschern ein Interface bereit, um Kartenausschnitte auszuwerten und Steuerbefehle auszuführen. Sie bietet zudem Zugriff auf eine Datensammlung mit von realen Spielern ausgeführten Partien. Mit diesen soll die K.I. realistische Spielverhalten einstudieren. Allen Interessierten ist es nun möglich, sowohl mit lernfähiger als auch geskripteter K.I. zu experimentieren und neue Werkzeuge für die StarCraft II- und K.I-Gemeinde entwickeln zu können.

Perfekte Voraussetzungen

DeepMind möchte so den perfekten StarCraft II-Bot erstellen. Das langfristige Ziel ist es, eine K.I. zu entwerfen, die besser StarCraft II spielen kann als jeder andere Mensch auf der Erde. Zur Erinnerung: Den Weltmeister des antiken Brettspiels Go hatte die AlphaGo-Software des Tech-Startups vernichtend mit 4:1 geschlagen - und so ursprünglich auf sich aufmerksam gemacht. Ob die zukünftige Software auch mit StarCraft-Spielern wie Lee 'INnoVation' Shin Hyung oder Byeon Hyeon 'ByuN' Woo fertig wird, ist allerdings fraglich. StarCraft II, das wissen auch die Entwickler von DeepMind, ist eine noch schwierigere Herausforderung.

Es sei allerdings auch eine perfekte Gelegenheit, das Forschungsgebiet rund um die Künstliche Intelligenz einen gewaltigen Schritt nach vorne zu bringen: "Ein Grund für die Langlebigkeit StarCrafts ist die Vielschichtigkeit des Gameplays, das auch gleichzeitig ein ideales Umfeld für die K.I.-Forschung darstellt," erklärten die DeepMind-Entwickler auf ihrer Homepage. Das Besondere an dem Echtzeitstrategie-Titel sei das Vorhaben, seinen Gegner zu eliminieren, "während der Spieler eine Reihe von Unterzielen wie das Sammeln von Ressourcen oder das Bauen von Strukturen erreichen muss". Zudem sei die StarCraft-Gemeinde aufgrund ihrer Größe ein perfektes Versuchskaninchen, da so viele Spieldaten existieren, die effektiv für die Forschung genutzt werden können.

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