Südkoreaner weiterhin Maß aller Dinge

GSL: Auch 'Scarlett' muss sich beugen

von Lars Becker am 10.07.2017 um 10:56

Sasha 'Scarlett' Hostyn sollte eigentlich diese Saison die erste Ausländerin im Achtelfinale der Global StarCraft League (GSL) werden. Stattdessen schied auch sie in einer äußerst schwierigen Gruppe aus. Zwei von fünf Foreigner mussten damit bereits ihre Sachen packen, drei treten in den nächsten Wochen an.

Enttäuscht: Sasha 'Scarlett' Hostyn schied in der Round of 32 der GSL aus.
Enttäuscht: Sasha 'Scarlett' Hostyn schied in der Round of 32 der GSL aus.
© AfreecaTV/ScreenshotZoomansicht

Wie schwer ein erfolgreiches Bestreiten der Gruppenphase in der GSL ist, hat zuletzt der Pole Mikolaj 'Elazer' Ogonowski erfahren müssen. Nicht umsonst gilt die GSL als der härteste StarCraft II-Wettbewerb überhaupt. Trotz solider Leistungen reichte es am Ende nicht fürs Weiterkommen. Dasselbe Schicksal ereilte nun auch die Kanadierin Hostyn, die aufgrund ihrer Erfahrung mit den besten südkoreanischen Spielern, für die Foreigner und deren Fans ein Hoffnungsschimmer war.

'Scarlett' startet stark

Nach zwei Niederlagen war für 'Scarlett' jedoch Schluss in der Code S. Dabei startete die 23-Jährige erstaunlich gut und gewann die erste Karte gegen den Weltklassespieler Lee 'INnoVation' Shin Hyung. Zeitweise sah es sogar so aus, als könne sie die Sensation perfekt machen. Auch die zweite Partie dominierte 'Scarlett', sie drängte ihren Konkurrenten immer weiter in die eigene Basis zurück. Shin Hyung befreite sich aus dem Klammergriff und stellte eine starke Armee zusammen, die 'Scarlett' überwältigte. Ihr Kontrahent hatte sich nun warm gespielt und so konnte sie im darauffolgenden Match die 1:2-Niederlage nicht mehr verhindern.

'INnoVation' sagte hinterher, er habe 'Scarlett' nicht derart stark erwartet. Insbesondere ihr Multitasking hob der zweifache GSL-Sieger hervor. An die starken Leistungen aus der ersten Begegnung knüpfte Hostyn allerdings nicht mehr an. Gegen den trickreichen Protoss-Spieler Nam 'Hurricane' Ki Woong verlor sie mit 0:2. 'Hurricane' und 'INnoVation' zogen also an ihrer Stelle ins Achtelfinale ein.

Jetzt müssen es eben andere richten. Drei weitere Nichtkoreaner tragen noch ihre Spiele aus: Jake 'NoRegret' Umpleby (19. Juli), Li 'TIME' Peinan (20. Juli) und Juan Carlos 'MajOr' Lopez (22. Juli). Sie sind die letzten Hoffnungsträger für die Szene außerhalb Südkoreas.

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© DreamHack

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