Eine Ära geht zu Ende

Evil Geniuses verlässt die StarCraft-Szene

von kai am 02.01.2017 um 12:25

Zum Anfang des neuen Jahres muss die StarCraft II-Szene einen weiteren herben Verlust verkraften. In einem Twitter-Video kündigte die nordamerikanische eSport-Organisation Evil Geniuses (EG) das Ende aller Aktivitäten im Echtzeitstrategiespiel an. Dabei zählte EG zu einem der wichtigsten Teams der Szene.

EG setzt 'HuK' (li.) und 'iNcontroL' (re.) vor die Tür.
EG setzt 'HuK' (li.) und 'iNcontroL' (re.) vor die Tür.
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Die Organisation wurde im Jahr 1999 als Counter-Strike Team gegründet, zählte aber bis heute zu den wichtigsten Teams der StarCraft-Szene. Es spielten Größen wie Lee 'Jaedong' Jae Dong, Greg 'IdrA' Fields und Ilyes 'Stephano' Satouri unter der Flagge von EG und gewannen einige wichtige Titel im Trikot der amerikanischen Organisation. Ex-SC2-Profi Geoff 'iNcontroL' Robinson half dabei, die Organisation aufzubauen und stand gemeinsam mit Chris 'HuK' Loranger bis heute bei EG unter Vertrag. Beide sind nun teamlos. Die Szene reagiert geschockt.

Ohne StarCraft II gäbe es kein Evil GeniusesColin DeSchong, ehemaliger COO bei EG

"Sie haben nichts zu meinem Abschied gesagt", twitterte 'iNcontroL'. StarCraft-Caster Dan 'Artosis' Stemkoksi kommentierte nur: "Es ist einfach eine andere Organisation, als sie es damals war." Harsche Worte gab es auch von Colin DeShong, der EG mitgegründete und bis 2014 als COO fungierte: "Ich bin sehr traurig, dass die Marke, die wir gemeinsam aufgebaut haben, die Szene verlässt. Denn ohne StarCraft II gäbe es auch kein Evil Geniuses."

Diese Veränderungen ist aber nur eine von vielen, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren vornahm. Evil Geniuses war schon immer ein Tochterunternehmen der GoodGame Agency und Schwesterteam von Alliance. Im Jahr 2014 hatte Gründer Alex Garfield die Mutterfirma inklusive EG und Alliance verkauft, weswegen Garfield und DeShong beide ihre Positionen räumten. EG gehörte nun zum Amazonkonzern. Im Dezember 2016 gab die Organisation überraschend ihre Unabhängigkeit von Twitch bekannt und kürte Ex-Dota-Profi Peter 'ppd' Drager zum neuen CEO. EG will sich von nun an nur noch auf die Call of Duty-, Dota- und Fighting Game-Divisionen konzentrieren. Für StarCraft II ist da kein Platz mehr.

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