Keine StarLeague, mehr Global Events

StarCraft II: Das ist das WCS-System 2017!

von Lars Becker am 12.12.2016 um 12:49

Der Entwickler und Ausrichter der StarCraft II World Championship Series (WCS), Blizzard Entertainment, hat das eSport-System des RTS-Titels überarbeitet. Das US-amerikanische Unternehmen veröffentlichte ein neues Konzept für die Spielzeit 2017. Im veränderten System werden Europäer und Amerikaner häufiger auf die zuvor abgeschotteten Koreaner treffen. Die Restriktionen für letztere werden im Ausland jedoch nicht gelockert, und mit der StarLeague verlieren sie ein wichtiges Turnier.

Blizzard präsentiert die Änderungen des WCS-Systems.
Blizzard präsentiert die Änderungen des WCS-Systems.
© ESL/ Helena KristianssonZoomansicht

Das eSport-Team Blizzards rund um Chefin Kim Phan stand in den vergangenen Monaten immens unter Druck. Seit Oktober hatten sechs koreanische Teams ihren Rückzug aus StarCraft II bekannt gegeben. Dem war das Ende der StarCraft Pro League vorausgegangen, die für einen Großteil der Organisationen als einzige Team-Liga die wichtigste Attraktion darstellte. Die verbliebenen Spieler wollten Klarheit und für ihre Zukunft planen. Die bekamen sie jetzt.

Vier Championship Events

Prinzipiell verändert sich das System nicht allzu stark zum vorherigen Jahr. In Europa und Amerika stellt die DreamHack jede Saison das Championship Event, also das wichtigste Turnier der Saison. Die Anzahl wird im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit von drei auf vier Wettbewerbe erhöht. In Austin, Jönkoping, Valencia und Montreal werden die Spieler um 100.000 US-Dollar und einen Spot bei den Global Finals spielen. An diesen Turnieren dürfen nur Spieler teilnehmen, die in Amerika und Europa wohnhaft sind. Koreaner dürfen demnach weiterhin nur mit entsprechendem Visum antreten.

StarLeague wurde gestrichen

In Korea müssen Spieler und Fans derweil einen herben Verlust verkraften. Die vom koreanischen Sport-Sender SPOTV produzierte StarLeague taucht im veränderten System nicht mehr auf. Blizzard nahm in ihrem Schreiben dazu keine Stellung. Die Global StarCraft League (GSL) bleibt der Szene jedoch weiterhin erhalten. Drei Spielzeiten sind über das ganze Jahr geplant. Hinzu kommen drei weitere sogenannte Weekend-Turniere wie die Intel Extreme Masters in Gyeonggi am 16. Dezember. Sie sollen wohl den Wegfall der StarLeague kompensieren.

Mehr Global Events

Kritiker des WCS-Systems bemängelten die geringe Anzahl von Turnieren, an denen Koreaner und Spieler aus dem Rest der Welt aufeinandertreffen. In der abgelaufenen Spielzeit waren beide Seiten größtenteils abgeschottet voneinander. Global Events, wie sie offiziell genannt werden, wurden zwar versprochen, aber nur sehr vereinzelt umgesetzt. Das möchte Blizzard in Zukunft ändern. Das erste Global Event ist Anfang nächsten Jahres die Intel Extreme Masters in Katowice. Zudem soll es ein spezielles All-Star-Event geben, bei dem Koreaner im Team gegen eine Weltauswahl antreten.

In 2017 werden nach Angaben Blizzards insgesamt zwei Millionen US-Dollar Preisgeld zu gewinnen sein. Am Ende des Jahres treffen sich jeweils die besten acht Spieler der beiden Regionen wie gewohnt zum Showdown bei der BlizzCon in Anaheim, Kalifornien.

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