SC II-Begriffe leicht erklärt

StarCraft ABC: Von Natural bis Proxy

von Lars Becker am 16.09.2016 um 09:47

StarCraft-Partien auf professioneller Ebene können aufgrund der hohen Spielgeschwindigkeit Laien vor eine schwierige Herausforderung stellen. Dass Kommentatoren zudem in der eSport-Szene häufig auf Anglizismen oder spielspezifische Begriffe zurückgreifen, ist dabei nicht ungewöhnlich und auch sehr verwirrend für Anfänger im StarCraft Universum. Dieses Mal sind die wichtigsten Begrifflichkeiten mit den Anfangsbuchstaben N, O und P in der Erklärung.

Im Starcraft-ABC geht es heute um die Buchstaben N, O und P!
Im Starcraft-ABC geht es heute um die Buchstaben N, O und P!
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Wer StarCraft lernen und verstehen will, sollte unbedingt wissen, was eine Natural, oder auch Natural Expansion darstellt. Sie ist das erste Mineralien-Vorkommen auf der Karte, das am nächsten zur Hauptbasis liegt. Spieler nutzen sie in beinahe jeder Partie. Mit ihren Rohstoffen lässt sich vorerst eine nachhaltige Wirtschaft aufbauen. Damit ist sie der erste wichtige Schritt, um eine erfolgreiche Partie StarCraft zu spielen.

Das genaue Gegenteil der konventionellen Natural Expansion ist die Ninja Expansion. Das bedeutet, der ausführende Spieler platziert ein Hauptgebäude an einen ungewöhnlichen Ort. Meistens befindet sich diese dann auf der anderen Seite der Spielfläche, damit der Gegenspieler keinen Wind davon bekommt. Sie ist dennoch ein Risiko, weil die Basis wegen der weiten Entfernung bei Entdeckung des Gegners schutzlos ausgeliefert ist.

Wer das Risiko scheut, sollte auf ein klassisches Opening (zu Deutsch: Spieleröffnung) zurückgreifen. Ohne einen strukturierten Anfang ist der Spieler gerade in den ersten Minuten äußerst verwundbar oder ineffizient. Das Opening ist die Art und Weise, wie der Spieler die Partie aufzieht, also welche Gebäude und Einheiten er in einer bestimmten Reihenfolge produziert. Sie ist das Rückgrat des ganzen weiteren Spiels und sollte deshalb klug durchdacht sein.

Zu einem Opening kann auch ein sogenannter Proxy zählen. Dazu baut der Spieler ein Gebäude - ähnlich wie bei einer Ninja Expansion - meist weit außerhalb seiner Hauptbasis, um den Gegner früh im Spiel zu überrumpeln. In vielen Fällen steht dieser Proxy deshalb in unmittelbarer Nähe zur gegnerischen Basis, um schnellstmöglich Schaden anzurichten. Besonders beliebte Proxy-Gebäude sind Stargates und Gates (Protoss) sowie Barracks und Factories (Terraner). Zerg-Spieler bedienen sich aufgrund starker Unterschiede in ihrer Produktion vergleichsweise seltener an der Proxy-Strategie. Aber auch sie bauen Hatches (Hauptgebäude), die gleichzeitig zum Produzieren von Einheiten genutzt werden, gerne vor die Basis des Gegners, um von dort beispielsweise Zerglinge in den Kampf zu schicken.

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