Deutscher Profi wieder auf dem Markt

SC II: 'ShoWTimE' trennt sich von Team

von Lars Becker am 02.01.2019 um 17:55

Zwei Jahre spielte das deutsche StarCraft-II-Aushängeschild Tobias 'ShoWTimE' Sieber schon für ArmaTeam. Nun kam zum Jahreswechsel der Bruch mit der renommierten französischen Organisation. Wie konnte es dazu kommen? Sieber erklärt die Hintergründe.

Ist wieder vorerst auf sich allein gestellt: StarCraft II-Spieler Tobias 'ShoWTimE' Sieber.
Ist wieder vorerst auf sich allein gestellt: StarCraft II-Spieler Tobias 'ShoWTimE' Sieber.
© Blizzard/Helena KristianssonZoomansicht

Für den Protoss-Spieler beginnt 2019 mit einer einschneidenden Veränderung. Fortan repräsentiert er nicht mehr das in Frankreich ansässige ArmaTeam. Das Management sei trotz der überraschenden Trennung aber "sehr stolz" auf die Leistungen, die er im Jersey der Multigaming-Organisation gezeigt habe. "Er ist ein wahrhaft professioneller Spieler, der es geschafft hat, am Ende des Jahres an die Spitze zurückzukehren", schreibt Teammanager Rémy 'Llewellys' Chanson und spielt damit auf die Global Finals der World Championship Series (WCS) auf der BlizzCon an.

Für den Deutschen war 2018 in der Tat ein erfolgreiches Jahr. In der WCS erreichte der 24-Jährige den zweiten Platz in der Gesamtrangliste. Ein Highlight war dabei etwa die Silbermedaille vor heimischer Kulisse beim WCS Circuit-Event in Leipzig am Anfang des vergangenen Jahres. Seine hohe Platzierung in der Jahrestabelle sicherte ihm am Ende die Teilnahme an der BlizzCon in Anaheim, wo Entwickler Blizzard die WCS-Finals austragen lässt. Dort scheiterte er allerdings knapp an einer Gruppe mit hochdekorierten Spielern.

Reisekosten waren der Grund

Sieber äußerte sich auch zu den Gründen und sagte über ArmaTeam: "Sie haben zu Beginn des letzten Jahres einen Sponsor verloren." Daraufhin habe er für die meisten seiner Reisen selbst aufkommen müssen. "Und weil ich in der Challenger ziemlich schlecht war, wurde das alles recht teuer für mich." Die Reisekostenbelastung habe ihm außerdem eine Menge Druck zusätzlich aufgeladen, so Sieber weiter. "Das ist nichts, was ich 2019 wiederholen möchte."

Versöhnlicher Abschied

2019 gehen beide Parteien getrennte Wege. "Ich möchte mich bei ArmaTeam bedanken, dass ich für sie spielen durfte und sie mich in den letzten zwei Jahren während meinen Höhen und Tiefen unterstützt haben", sagte Sieber. Jetzt ist "Die Mauer", wie er aufgrund seines soliden Spielstils genannt wird, wieder auf dem Markt. Zu seinen bisherigen Stationen gehörten unter anderem das deutsche Traditionsteam Alternate sowie die französische Organisation Millenium.

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