Finne nicht zu bremsen

WCS: 'Serral' macht das Triple klar

von Lars Becker am 16.07.2018 um 14:21

Der finnische Spitzenspieler Joona 'Serral' Sotala setzt seinen Siegeszug in der World Championship Series (WCS) fort. Am Wochenende gewann Sotala die WCS Valencia und zeigte erneut, dass er mit Abstand der beste StarCraft II-Profi des Westens ist. Nicht einmal der trickreichste Spieler des Turniers konnte den Lauf des Dauerbrenners unterbrechen.

Hochkonzentriert: Joona 'Serral' Sotala lässt sich nicht beirren und gewinnt WCS Valencia.
Hochkonzentriert: Joona 'Serral' Sotala lässt sich nicht beirren und gewinnt WCS Valencia.
© DreamHack/ Adela SznajderZoomansicht

Egal ob gegen Protoss, Zerg oder Terraner - 'Serral' von ENCE eSports ist in seiner derzeitigen Verfassung nicht zu schlagen. Längst ist er für die BlizzCon qualifiziert. Zurücklehnen ist für den 20-Jährigen aber anscheinend keine Option. Bisher gewann er alle drei WCS-Events und strahlte dabei absolute Dominanz aus. Noch haben seine Konkurrenten kein Rezept gefunden, um den Zerg-Spieler vom WCS-Thron zu stürzen.

Tricks nutzlos im Finale

Das Finale war vom Ergebnis her eine eindeutige Angelegenheit. Trotz des 4:1-Sieges brachte Sotalas Finalgegner Ke 'Has' Yu Feng den Topspieler aber zuweilen ins Schwitzen. Der Taiwanese ist bekannt dafür, ausschließlich Strategien zu spielen, die die Partien früh beenden sollen. Obwohl er von vielen Profikollegen, Kommentatoren und Fans dafür belächelt wird, hat er zweitweise großen Erfolg damit. Seine StarCraft II-Philosophie brachte ihn immerhin ins Endspiel. Doch 'Serral' ist auf einem ganz anderen Level, als gewöhnliche StarCraft II-Spieler des Westens. Zwar machte 'Has' die Spiele dank guter Einheiten-Kontrolle spannend, am Ende war ihm der Finne dennoch überlegen.

Deutsches Duo im Halbfinale

Für Furore sorgten auch zwei deutsche Teilnehmer. Tobias 'ShoWTimE' Sieber und Gabriel 'HeroMarine' Segat spielten sich bis ins Halbfinale. Auf dem Weg dorthin hinterließen sie einen außerordentlich guten Eindruck, fürs Finale reichte es allerdings nicht. Während Segat gegen den späteren Champion nicht den Hauch einer Chance hatte, verlor Sieber gegen 'Has' in kuriosen Partien mit 2:3. Da musste selbst der routinierte 24-Jährige belustigt den Kopf schütteln. In einem der Matches war er gar gezwungen, seine Basis nach nur wenigen Minuten Spielzeit auf der anderen Seite der Karte neu aufzubauen, weil 'Has' Photonenkanonen, also statische Verteidigungsgebäude, innerhalb seiner ursprünglichen Stellung platzierte. "Ich bin trotzdem zufrieden mit dem Turnier, zumal meine Form nicht die beste war. Ich werde zum Trainieren nach Korea reisen, um dann in Montreal gut zu spielen", kündigte er auf Twitter an. Als Favorit ins Rennen bei diesem letzten WCS-Event geht allerdings auch dort der derzeit beste Spieler des Westens: 'Serral'.

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