Polnischer SC II-Spieler erzählt vom Endspiel

WCS-Finalist 'MaNa': "Resultat war überraschend"

von Lars Becker am 08.06.2018 um 16:37

Die größten Erfolge des polnischen StarCraft II-Profis Grzegorz 'MaNa' Komincz liegen einige Jahre zurück. Bei der World Championship Series (WCS) in Austin hat sich der Routinier wieder in den Mittelpunkt gespielt und überraschend das Finale erreicht. kicker eSport erzählte er, wie er den Hype um seinen Lauf bei der WCS sieht.

Er war die Überraschung der WCS Austin: Grzegorz 'MaNa' Komincz.
Er war die Überraschung der WCS Austin: Grzegorz 'MaNa' Komincz.
© Blizzard/ Carlton BeenerZoomansicht

Unvergessen bleiben die emotionalen Momente bei der WCS in 2015 und die Fans, die in Krakau 'MaNa' bis ins Finale pushten. Danach blieben erfolgreiche Turniere wie dieses aus - bis zur WCS Austin. Nicht einmal Komincz selbst hat den Finaleinzug am vergangenen Wochenende erwartet: "Das Endresultat war überraschend, wenn man bedenkt, gegen welche Spieler ich mich durchsetzen musste", sagt er und meint Spieler wie Alex 'Neeb' Sunderhaft oder Juan Carlos 'SpeCial' Tena Lopez.

Dennoch habe er im Vorfeld schon beobachtet, dass sich sein Spielniveau merklich verbessert hat. "Ich wusste, dass ich in der Lage bin, die Round-of-8 zu erreichen, wenn ich ein gutes Bracket bekomme", so der 24-Jährige. "Aber ich habe definitiv nicht erwartet, gegen Spieler wie 'Neeb' zu gewinnen."

Selbst dem nahezu unantastbar wirkenden Joona 'Serral' Sotala knöpfte er im Finale zwei Siege ab. Kurzzeitig führte der Pole sogar mit 2:1 und alles schien für ihn zu laufen. "Nachdem ich die zweite und dritte Partie gewonnen hatte, habe ich angefangen zu glauben, alles gewinnen zu können." Die ersten Matches seien vonseiten des Finnen von untypischen Fehlern geprägt gewesen, die er vollends ausgenutzt habe. "Allerdings ist er dann wieder in seinen Monstermodus gekommen." Ein genaues Rezept, wie man einen Spieler wie 'Serral' in seinem "Monstermodus" schlagen kann, kenne er nicht. "Man muss einfach besser sein."

Demut statt Höhenflug

Der Lauf des Team Liquid-Spielers war auch in anderer Hinsicht bemerkenswert. Ab dem Viertelfinale war er der einzige Protoss-Spieler im Wettbewerb. Das habe seiner Meinung nach eventuell etwas mit den derzeitigen Maps und dem Patch zu tun, der Terraner-Spieler gegen Protoss unterstützt. Aber: "Ich glaube, wir müssen hier nicht nach einem Balance-Problem suchen. Solche Events passieren einfach und hat nichts damit zu tun, dass Protoss angeblich zu schwach sei."

Trotz seines Erfolgs sieht er sich selbst nicht zurück an der Spitze der besten westlichen Spieler. "So toll mein Lauf bei der WCS auch gewesen sein mag, ich müsste das immer und immer wieder schaffen, um zur Spitze zu gehören", sagt er. Seine Pläne hätten diesmal einfach funktioniert und das Glück sei auch auf seiner Seite gewesen. Für die nächste WCS in Valencia hält er jedoch ein ähnliches Resultat für möglich. "Es gibt noch genug Zeit, um sich für das nächste Event zu verbessern, meine Fehler zu beheben und noch stärker zu sein."

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