"Image verbessern und Bekanntheit steigern"

PES vs. FIFA: Konamis Fokus auf Südamerika

von kai am 17.09.2018 um 12:17

Jedes Jahr kämpfen Konami und EA SPORTS um die Lizenzen für ihre Fußball-Simulationen. Der Entwickler von PES zieht dabei meistens gegen die FIFA-Macher den Kürzeren - jedoch nicht in Südamerika. Dort will Konami die eigene Spielerschaft mithilfe der Partnervereine und Ligen weiter ausbauen.

Lennart Bobzien und Konami legen besonderen Wert auf den Markt in Südamerika.
Lennart Bobzien und Konami legen besonderen Wert auf den Markt in Südamerika.
© kicker eSportZoomansicht

Pro Evolution Soccer hat Tradition in Südamerika. Oder eher gesagt Winning Eleven, wie das Spiel in Japan, aber auch eben in Teilen des südlichen Kontinents genannt wird. Das Spiel war in den 2000ern deutlich günstiger als der Konkurrent von EA SPORTS und ließ sich zudem mithilfe zahlreicher Mods anpassen und erweitern. Durch die zwei Faktoren war Konamis Fußballsimulation in Südamerika so beliebt wie auf keinem anderen Kontinent.

Das hält sich bis heute. Inzwischen hat die FIFA-Reihe zwar immer weiter aufgeholt, dennoch sind die Zahlen von PES weiterhin gut, wie Konamis European Brand Manager Lennart Bobzien gegenüber kicker eSport sagte: "Die Playerbase in Südamerika ist sehr sehr groß, etwa auf dem gleichen Level wie Europa, nur leicht dahinter."

In Europa scheint Konamis Kampf gegen EA SPORTS jedoch verloren. FIFA hat ein Vielfaches der Spielerschaft von Pro Evolution Soccer und bricht jedes Jahr neue Verkaufsrekorde. Hauptgrund dafür sind die Lizenzen. Sei es Bundesliga, La Liga oder die englische Premier League - EA SPORTS besitzt die Exklusivrechte, während Konami nur bei einzelnen Vereinen oder kleineren Ligen den Zuschlag erhielt.

Besserer Zugang zu Vereinen und Ligen

Schon seit mehreren Jahren liegt der Fokus des Entwicklers deswegen auf Südamerika. Der Kontinent ist einer der Zielmärkte, wie Bobzien es ausdrückt. Bester Beweis dafür sind die Partnerklubs in PES 2019: Von 19 Vereinen stammen zehn aus Südamerika. "Durch die Partnerschaften wollen wir dort unser Image verbessern und unsere Bekanntheit steigern", erklärt Bobzien die Strategie.

Darüber hinaus gibt es aber noch einen weiteren Grund, wie der Brand Manager sagt: "Wir haben dort einfach einen besseren Zugang zu den Vereinen und Ligen." So ist es Konami möglich etwas zu tun, was in Europa immer schwieriger wird: Neue Lizenzen zu erwerben.

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