Alle bekannten Neuerungen zusammengefasst

Purer Realismus - So wird das neue PES 2018

von Holm Kräusche am 01.07.2017 um 18:04

Drei Jahre soll PES 2018 in der Entwicklung gewesen sein. Viel Zeit für Adam Bhatti und Co., um etwas wirklich Neues zu entwickeln und vorzustellen. Fokussiert hat sich das Team hinter dem Spiel auf Realismus. Bessere Bewegungen, detaillierte Gesichter und Stadien und realistischere Ballphysik. Der eSport soll außerdem für jeden zugänglich werden. So wird PES 2018!

Wir haben das neue PES 2018 angespielt. Das sind die Neuerungen.
Wir haben das neue PES 2018 angespielt. Das sind die Neuerungen.
© KonamiZoomansicht

Zuerst einmal wird das neue PES nicht so schnell wie das alte sein. "Ohne es zu bemerken, wird es langsamer", erklärt Adam Bhatti, PES Global Product- und Brandmanager. Das bestätigen uns auch Erhan 'Dr. Erhano' Kayman, der sowohl PES als auch FIFA spielt. Der ganze Ansatz des Spiels soll nun taktischer sein, Spieler werden genau überlegen müssen, wie sie ihre Angriffe und Verteidigungen aufziehen, um Erfolg zu haben.

Hauptaugenmerk: Realismus

Zuvorderst steht aber der Realismus. "Der Umstieg von 17 auf 18 wird für alle ein Schock sein. Wir entwickeln hier etwas für die Zukunft!", sagt Bhatti. Tatsächlich sieht das neue Spiel noch einmal deutlich realistischer aus als das alte. Immer mehr Spieler hat Konami vollkommen aufgezeichnet und Mimik, Gestik und Bewegungen ins Spiel gebracht. Mithilfe der existierenden Partnerschaften ging man sogar soweit, die Lichtverhältnisse in den Stadien zu jeder Uhrzeit genau einzulesen. "Sie haben uns alles messen lassen, was wir wollten", schwärmt Akane Oyagi, PES-Entwicklerin, über die Partnerschaft mit Borussia Dortmund.

Aber nicht nur echte Spieler profitieren von der Motion-Capturing-Technologie: Auch die Grundbewegungen aller Spieler wurden auf diese Art und Weise weiter verbessert. Es sei nun alles "flüssiger". Außerdem werden die Emotionen nun noch realistischer angezeigt. Laut Bhatti war Freude eine wichtige Gefühlsregung, die man endlich ordentlich umsetzen wollte. Aber auch Schmerz, zum Beispiel bei einem Foul wird nun besser dargestellt. Die realistischen Bewegungen waren laut Bhatti etwas, das viel Zeit beanspruchte: "Das kann man nicht in einem Jahr machen! Wir entwickeln auf lange Sicht!"

Bälle, Flanken und Drehungen

Auch bei den Partnermannschaften liegt der Fokus auf mehr Realismus.
Auch bei den Partnermannschaften liegt der Fokus auf mehr Realismus.
© kicker eSportZoomansicht

Auch die Ballphysik bekam in den drei vergangenen Jahren ihre Überarbeitung. Mit "Real Touch+" gibt es auch hier mehr Realismus. So behandeln die Spieler in der Simulation nun gemäß ihren echten Vorbildern den Ball, dribbeln mal schneller und mal langsamer. "In PES 2017 konnte sich sogar Pique schnell drehen, das ist jetzt nicht mehr möglich", sagt Eldridge O'Niel, Viertplatzierter bei den diesjährigen Weltmeisterschaften. Ebenso sind Flanken nicht länger das Maß aller Dinge. Laut O'Niel sind in der aktuellen Version neun von zehn Flanken perfekt. "Nun musst du auf den richtigen Moment warten."

Und kommt die Flanke, dann muss sie auch angenommen werden. Die Annahmen sind nun flüssiger und die virtuellen Kicker sind sich ihrer Umwelt bewusst. Laut Bhatti führt das dazu, dass Spieler ihre Angriffs- und Verteidigungsstrategien besser bedenken müssen. Die Ballbewegeung habe man auch verbessert, für Standardsituationen unterschiedliche Kameraperspektiven und mehr taktische Anweisungen eingebaut. PES will also noch stärker in die Simulationsrichtung gehen. Für den eSport findet Mike 'EL_Matador' genau diesen Punkt allerdings problematisch: "Wenn du aus fünf gleichen Situationen aufs Tor schießt, geht der Ball fünf Mal woanders hin ist. Dann ist das natürlich ein bisschen zufällig."

Torhüter und eSport

Ein weiterer Punkt, dessen sich Konami angenommen hat, sind die Torhüter. Die Animationen sind nun besser. Der Schlussmann bietet den Spielern mehr Rückhalt. Ebenso sehen die Fans in den bisher verfügbaren Stadien noch einmal um einiges realistischer aus. Eine grafisch auffallende Neuerung sind die Spielergesichter, die nun als echte Fotos neben den Menüs auftauchen. Blendet das Spiel Statistiken zu Pässen oder Schüssen ein, werden diese nun immer mit kleinen Fotos begleitet. Den veralteten Menüs will sich PES nun ebenfalls annehmen. Davon war bisher in der ersten gezeigten Version aber noch nicht viel zu sehen.

Auch im eSport gibt es einige Neuerungen. Hauptziel der Entwickler war es, den eSport möglichst allen Spielern zugänglich zu machen. Dafür werden unterschiedlichste Spielmodi in die PES League integriert und ausgebaut. kicker eSport berichte bereits hier ausführlich darüber.

Legenden, Sprecher und PC-Unterstützung

In PES 2018 wird es neben eingeblendeten Statistiken kleine Fotos der Akteure geben.
In PES 2018 wird es neben eingeblendeten Statistiken kleine Fotos der Akteure geben.
© kicker eSportZoomansicht

Zum Presseevent in Dortmund bestätigte Konami außerdem die beiden bisherigen Sprecher Hansi Küpper und Marco Hagemann als Kommentatoren für die kommende Version. Im Unterschied zu FIFA will PES 2018 auch stärker auf die PC-Version setzten. Der neue Teil der Serie soll grafisch mit den Konsolen mithalten können und wird über Steam verfügbar sein. Eine Version für die Nintendo Switch werde es allerdings nicht geben. Als Schmankerl obendrauf versprach Bhatti neue Legenden in PES 2018, von denen einige sogar exklusiv für das Spiel sein werden. Näheres wolle er aber erst auf der diesjährigen gamescom bekannt geben. Dann ist auch die Online-Beta des Spieles schon durch, in der alle Interessierten das neue PES elf Tage lang testen können. Die Phase läuft vom 20. bis zum 31. Juli für Xbox One und PlayStation 4 und dient laut Bhatti auch dafür, um die immer wieder kritisierten Server im Livebetrieb zu testen. Man wolle eine perfekte Onlinequalität zum Release bieten. "Wir zeichnen alles auf, damit wir, falls irgendetwas schiefgeht, einen Day-1-Patch haben."

Fazit

Grafisch hat das neue PES einen großen Sprung gemacht. Die Atmosphäre in den Partnerstadien ist hervorragend und es macht Spaß beinahe echt anmutende Spieler über den Platz zu steuern. Das Gameplay bleibt anspruchsvoll und realistisch, aber lässt auch Anfänger zu guten Chancen kommen. Die Profis vor Ort waren alle in großen Teilen begeistert. Doch nicht alles gefiel: Mike Linden klagte über harte Pässe, während O'Niel meinte, er müsse nun noch einmal komplett neu lernen. Dennoch sind sie alle zufrieden und gespannt auf die Neuerungen. Gerade im eSport strebt Konami Veränderungen an, die die eigene Marktposition stärken können. Der Entwickler bringt die richtige Prise an grafischer und spielerischer Verbesserung, würzt das mit neuen eSport-Ansätzen und bietet Schmankerl wie Bolt und neue Legenden. "Was spielerisch dabei herumkommt, wird die Zeit zeigen", fasst Matthias 'Zidane_GoooL' Winkler zusammen. Wir können uns der Einschätzung der Profis nach dieser Vorabversion erst einmal nur anschließen: PES 2018 sieht sehr gut aus.

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Grafisch famos: So sieht PES 2018 aus!
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