Ein Blick auf seine verlorenen Partien

NGL: Gibt es ein Rezept gegen Schwenker1991?

von Hauke van Göns am 31.10.2017 um 18:31

Leicht sind sie nicht zu finden, die Niederlagen von Dominik 'Schwenker1991' Schwenk. Eine komplette Serie gab der Spieler von Origin of Power in der abgelaufenen Vorrunde der NGL Championship an neun Spieltagen nicht ab. Aber vier Teilnehmer rangen ihm zumindest ein Einzelmatch ab. Was ist das Rezept gegen den Überflieger der Liga?

Bleibt Dominik 'Schwenker1991' Schwenk auch in den kommenden Playoffs ungeschlagen?
Bleibt Dominik 'Schwenker1991' Schwenk auch in den kommenden Playoffs ungeschlagen?
© innogy/kicker eSportZoomansicht

Das erste Einzelspiel verlor der Saarländer am zweiten Spieltag gegen Bröndby IF und Marcus 'Marcuzo' Jörgensen. Zunächst ging Schwenk mit einem 5:1 in Führung, doch Match zwei ging mit 2:1 im Golden Goal an den Dänen. Der Schlüssel in der Partie: Die eiserne Defensive. Zuvor ließ Jörgensen zu oft Lücken in seinen hohen Abwehrreihen zu. In den anderen Spielen der Serie wurde das eiskalt bestraft (insgesamt zehn Gegentore), doch in Spiel zwei ging sein Abwehrkonzept dank totalem Defensivfokus auf.

Auch Ajax Amsterdam konnte nur ein Einzelmatch gegen den Wildcard-Gewinner holen. Dani 'AFC Ajax Dani' Hagebeuk gewann den Einstand der Serie mit 3:2 im Golden Goal. Während des Spiels hielt der Niederländer Schwenk mit häufiger Überzahl im eigenen Strafraum in Schach, denn vor dem Tor ist 'Schwenker1991' einer der handlungsschnellsten Akteure der Liga. In der Offensive hatte Hagebeuk zudem das nötige Glück, sodass auch mal ein abgefälschter Ball ins Tor rutschte.

Am Rande der Niederlage gegen Schalke 04

An Spieltag sechs war es Tim 'Tim Latka' Schwartmann, der dem Tabellenführer das Leben schwermachte. Der Schalker versuchte es mit vielen Ballstafetten und setzte auf Passsicherheit. Schwenks Spielstil, der auf offensives Pressing ausgelegt ist, kam nicht zum Zugriff. Mit 3:1 holte Schwartmann die erste Partie und zeigte einen wunderschönen FIFA-Fußball. Im darauffolgenden Duell war er erneut der bessere Spieler, konnte sich aber erst in letzter Sekunde mit einem 2:2 ins Golden Goal retten, wo Schwenk schon die erste Unachtsamkeit zu seinen Gunsten nutzte.

Spiel drei ging nach dem regulärem 0:0 im Golden Goal ebenfalls an den 26-Jährigen. Nach dem Match kommentierte der Sieger selber: "Tim war sehr stark und wohl mein stärkster Gegner bis jetzt in der NGL." Das Mittel, das die Nummer eins ins Schwitzen brachte, war ein fehlerfreier Spielaufbau mit vielen Pässen, um dem Pressing entgegenzuwirken. Dafür musste sich Schwartmann nicht einmal hinten reinstellen.

Kein einfacher Schlüssel

Eine Woche später versucht es Quinten 'QuintenX' van der Most dem Schalker gleichzutun. Auch er sollte am Ende zumindest ein Drittel der Serie bejubeln können. In Spiel zwei netzte der Rotterdamer gleich drei Mal ein, während Schwenk sich offensiv die Zähne ausbiss. Dabei spielte sich van der Most wie schon öfter in dieser Saison in einen Rausch. Jeder Pass kam an, während die Defensive seines Gegners unkoordiniert wirkte. Sein forciertes Konterspiel fruchtete hier.

Nach dem Blick auf die vier Partien, die 'Schwenker1991' abgab, gibt es kein klares Rezept zum Erfolg gegen den Saarländer. Ihm gefällt es nicht, wenn der Gegner den Ball gut und viel laufen lässt, da so oft das Pressing ausgehebelt wird. Vor dem Tor muss der Abschluss eiskalt sein, das zeigen die Erfolge der beiden Niederländer. Außerdem muss die totale Defensive selektiv eingesetzt werden, denn dank seiner Handlungsschnelligkeit weiß der Mann von Origin of Power auch in Unterzahl in der Box zu glänzen. Ob er mit diesen Ansätzen dann auch in den Playoffs der NGL zu knacken ist, wird sich zeigen. Unverwundbar ist Schwenk aber nicht.

Video zum Thema
Schwenk verteidigt seine Siegesserie- 19.07., 13:08 Uhr
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Luca 'LuBo' Boller musste am fünften Spieltag gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Dominik 'Schwenker1991' Schwenk ran. Wieder war es das Aluminium, das zwischen Boller und Toren stand. Die Begegnung wurde kurz, Schwenk profitierte immens vom Pech des Schweizers und setzte seine Siegesserie fort.
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