NGL Euro Championship: Wildcard-Gewinner dominiert

'Schwenker1991' einfach glücklich

von Kristin Banse am 31.05.2017 um 21:02

Wildcard-Gewinner Dominik 'Schwenker1991' Schwenk traf am zweiten Spieltag der NGL Euro Championship auf Bröndby IF-Spieler Marcus 'Marcuzo' Jörgensen. Der Deutsche dominierte seinen Gegner gnadenlos und sicherte sich damit die Tabellenspitze.

Treffsicher: Elf Tore schoss der Wildcard-Gewinner allein in dieser Serie.
Treffsicher: Elf Tore schoss der Wildcard-Gewinner allein in dieser Serie.
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"Als ich zum ersten Mal das Team meines Gegners gesehen habe, dachte ich mir nur "Oh Gott, nicht so ein Team"", erzählte 'Marcuzo'. Obwohl er Hochkaräter wie Neuer oder Mané in seinem Kader hatte, legte der Wildcard-Gewinner noch einen drauf. Seine Mannschaft bestand fast ausschließlich aus Inform-Karten, wie beispielsweise TOTY-Ronaldo. "Ich wusste, dass es hart wird dagegen anzutreten." Und das wurde es auch.

Wenn auch Bröndby direkt in der vierten Minute die erste Torchance hatte, unternahm der Däne fortan wenig in der Partie. Schwenker ging durch Mbappe in der sechsten Minute in Führung und legte anschließend über Cristiano Ronaldo (27.) nach. 'Marcuzo' musste einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen, schaffte nach einer Ecke dann aber den Anschluss - 1:2. Viel half es nicht, denn der Wildcard-Gewinner schien das Gegentor nur noch mehr zu motivieren. Er netzte in der 48. Minute zum 3:1 ein legte kurz darauf das 4:1 nach (74.). 'Marcuzo' wirkte mutlos, was sich auch in seinen verzweifelten Torschüssen wiederspiegelte. Ab der 76. Minute probierte er es immer wieder aus der Distanz, hatte jedoch nur wenig Erfolg - im Gegensatz zu Schwenk: Der machte in der 90. + 1 Minute das 5:1 und beendete damit die erste Partie. "Ich habe einfach meine Torchancen nicht wahrgenommen", resümierte 'Marcuzo'.

Einfach nicht ins Spiel gekommen

Die zweite Partie war etwas angenehmer für den Dänen: Zwar traf Schwenk erneut zuerst (43.), doch 'Marcuzo' war nun besser im Spiel. Dies resultierte nicht nur in Pfostentreffern, sondern auch im verdienten Ausgleich. In der 59. Minute schob Sadio Mané den Ball mit Leichtigkeit ins gegnerische Tor. Danach macht der Däne dicht. "Ab dann habe ich mich auf meine Verteidigung fokussiert", erzählte er. Die Partie ging daher ins Golden Goal. Schwenk erklärte hinter: "Beim Golden Goal stehen die Chancen 50:50 und es verliert derjenige, der den ersten Fehler macht" - und das war in diesem Fall er. Als der Distanzschuss von Schwenks Ronaldo nur den Pfosten traf, nutzte 'Marcuzo' die Gunst der Stunde und schoss das 2:1. Damit zwang er die Serie in die dritte Partie. Diesmal war 'Schwenker1991', der der nicht ins Spiel gekommen war, wie der Wildcard-Gewinner hinterher erzählte.

Die "absolute Zerstörung"

Schwenker ließ sich von der Niederlage nicht runterziehen und startete mit einem Traumtor in das Entscheidungsmatch. Lacazette zog in der 18. Minute aus der Entfernung ab - und traf entgegen aller Erwartungen. Dass er nun das Momentum auf seiner Seite hatte, wusste auch der 26-Jährige. Während Schwenk aggressiv und motiviert zu Werke ging, wirkte 'Marcuzo' eher uninspiriert. Er kam mit dem Druck des Gegners kaum zurecht, was in einer "absoluten Zerstörung" endete, wie es der Däne letztlich selbst bezeichnete. Dreimal versenkte 'Schwenker1991' den Ball noch: Pogba (40.), Kanté (54.) und Alli (84.). Immerhin ein Ehrentor gelang 'Marcuzo' noch. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Schwenk mit seinem Treffer zum 5:1-Endstand in der Nachspielzeit.

Der Däne nahm die Niederlage anschließend relativ gelassen hin. "Ich wusste von Anfang an, dass es hart wird gegen die besten Teams anzutreten. Ich versuche einfach nur so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und mal gucken, wohin es mich bringt", erzählte er hinterher. Bei Schwenk waren die Emotionen deutlich intensiver: "Ich bin einfach nur glücklich", schrieb er hinterer. Das kann der 26-Jährige auch sein. Immerhin führt er zumindest für den Moment die Tabelle an.

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