Ex-Werder-Trainer wird eSport-Berater

Dutt: "Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen"

von Kristin Banse am 05.07.2017 um 15:38

Als Beiratsmitglied und Berater der Spieleragentur eSportsReputation will Fußballfunktionär Robin Dutt den realen Fußball mit der virtuellen Welt verbinden. In Deutschland sieht der 52-Jährige nämlich noch dringend Nachholbedarf.

Ex-Werder-Trainer Robin Dutt sieht großen Nachholbedarf im deutschen eSport.
Ex-Werder-Trainer Robin Dutt sieht großen Nachholbedarf im deutschen eSport.
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"Es ist ein spannender Versuch, in gemeinsamen Projekten mit FIFA-Spielern und eSport-Experten herauszufinden, ob und wie Aspekte der Talentförderung, der Ausbildungs-, Fitness- und Trainingsplanung sowie Taktiken aus dem realen Fußball in die Welt des digitalen Fußballs transformiert werden können", erklärt Dutt in der offiziellen Meldung von eSportsReputation. Gemeinsam wollen der ehemalige Werder-Trainer und die Spieleragentur den eSport stärker fördern und sich vor allem auf die wissenschaftlichen Aspekte fokussieren, heißt es.

"Da können wir uns doch nicht vor verschließen"

Wie der SID berichtete, bemängelte der 52-Jährige das eSport-Engagement der deutschen Klubs: "Wir pennen in Deutschland. In Frankreich und den Niederlanden ist jeder Klub zu einer eSport-Abteilung verpflichtet, da können wir uns doch nicht vor verschließen."

Fußballvereine könnten durch ihren Einsatz im eSport außerdem eine ganz neue Zielgruppe erreichen. Immer weniger junge Männer interessieren sich für traditionellen Sport, wie unter anderem aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Newzoo hervorgeht. "Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen, ansonsten müssen wir uns nicht wundern, wenn die Unter-30-Jährigen bald nicht mehr ins Stadion gehen", erklärte Dutt weiter.

Neues Kapitel für Dutt

Der 52-Jährige machte sich vor allem als Fußballtrainer einen Namen. Als wichtigste Stationen gelten der SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen. Bis 2016 war er außerdem Vorstand Sport des VfB Stuttgart. Nun will er gemeinsam mit eSportsReputation den eSport fördern. Die Spieleragentur agiert hauptsächlich im Bereich FIFA und betreut Spieler wie den Deutschen Meiser Cihan Yasarlar oder aber auch League of Legends-Profi Tristan 'PowerOfEvil' Schrage.

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