Unberechenbar dank breitem Kader

SPL Playoffs: Wer kann SKT1 noch schlagen?

von Lars Becker am 21.03.2016 um 11:06

In einer der ältesten eSport-Ligen der Welt, der StarCraft Pro League (SPL) in Korea, haben sich in dieser Saison vier Teams in die Round 1 Playoffs gespielt. Heute stehen sich die Afreeca Freecs und KT Rolster gegenüber. Doch eigentlich geht es in dieser Saison wieder nur darum: Wer kann das schier unschlagbare Team SK Telecom T1 niederringen?

Ein Garant für den Erfolg von SKT1: Zerg-Spieler Park 'Dark' Ryung Woo.
Ein Garant für den Erfolg von SKT1: Zerg-Spieler Park 'Dark' Ryung Woo.
© Patrick StrackZoomansicht

Traditionell gilt SK Telecom T1 in StarCraft als das stärkste Team. Bereits im Vorgänger StarCraft: Brood War drückten sie den Teamligen ihren Stempel auf. Doch seit geraumer Zeit schafft es niemand mehr, das Elite-Team vom StarCraft-Thron zu stürzen. In der ersten Runde der Pro League, die aus sieben Mannschaften besteht, haben sie lediglich ein Match verloren.

Aber was macht das Team so stark? Zum einen kommt eine Auswahl der besten Spieler aus Korea und dementsprechend der ganzen Welt im Teamhaus des Werksteams zusammen. Lee 'INnoVation' Shin Hyun, Kim 'Classic' Doh Woo, Cho 'Dream 'Joong Hyuk, Eo 'soO' Yoon Su und Park 'Dark' Ryung Woo sind die Garanten für den Erfolg. Jeder von ihnen gehört zur absoluten Weltspitze. Anders als andere Teams in der SPL ist SKT1 zudem unberechenbar. Möglich macht das die Breite des Kaders. Denn neben den Superstars haben sie auch noch weitere Spieler wie Kim 'MyuNgSik' Myung-Sik in ihren Reihen, der stets zwischen Weltklasse und Mittelmaß taumelt, aber immer mit außergewöhnlichen Strategien einen Sieg einheimsen kann. Dazu ist der Trainer ein Meister seines Fachs. Choi 'iloveoov' Yun Sung ist ein ehemaliger Weltklassespieler aus StarCraft: Brood War, der auch das Letzte aus seinen Spieler herauskitzelt. Er ist jedoch auch einer, der nicht unbedingt zimperlich mit seinen Schützlingen umgeht. Nach Aussagen einiger Ex-Spieler, wie Jun 'Rain' Yoo Jong, sollen Zerwürfnisse zwischen Spielern und Trainer zu einigen Weggängen geführt haben.

Die größten Konkurrenten sind wohl die historischen Erzrivalen von KT Rolster, die mit Jo 'Zest' Sung Wook und Jun 'TY' Tae Yang zwei der besten Spieler der Welt in ihren Reihen haben. Zudem kann auch Jin Air Green Wings für eine Überraschung sorgen. Mit Cho 'Maru' Seong Ju und Kim 'sOs' Yoo Jin haben auch sie brandgefährliche Spieler in ihrem Roster. Aber um SKT1 zu schlagen, braucht es mehr als zwei gute Spieler in der Aufstellung. Die Breite des Kaders ist noch lange nicht auf dem Niveau von SKT1. Die Teams brauchen einen wahren Glückstag und SK Telecom müsste einen rabenschwarzen Tag erwischen. Besonders die eher schwächeren Spieler der Teams müssten sich extremst gut vorbereiten und dürfen sich keine Fehler erlauben. Auch wenn es fast unmöglich scheint, das derzeitige SKT1 zu schlagen, zeigte die Vergangenheit dennoch: Alles ist möglich in den Playoffs.

Das ist die StarCraft II Pro League

Die Pro League wird fast über ein ganzes Jahr hinweg eine Saison lang ausgespielt. Wöchentlich treten die Teams offline gegeneinander an. Zurzeit werden die Spiele in der Nexon Arena in Koreas Hauptstadt Seoul ausgetragen. Die Regeln und der Modus veränderten sich im Laufe der historischen Geschichte stetig. Jedes Team schickt jeweils vier Spieler ins Rennen, die im 1vs1-Modus antreten. Steht es nach allen vier Begegnungen immer noch Remis, entscheiden die Ace-Spieler in einer finalen Partie die Series. Die jeweils andere Mannschaft weiß erst nach der Bekanntgabe durch die Korean eSport Association (KeSPA), welche Spieler vom Gegenüber eingesetzt werden. Klar ist vorher nur, auf welcher Spielkarte die einzelnen Begegnungen ausgespielt werden. Dadurch entstehen interessante Gedankenspiele zwischen beiden Teams und ihren Trainern. Denn in StarCraft sind manche Karten sehr gut spielbar für eine der drei Rassen, aber unter Umständen auch gleichzeitig schlecht für eine der anderen zwei Spezies. Auch geht es dabei um die Präferenz der einzelnen Spieler. Nur wer sich ein breites Roster aufbaut, ist ein Anwärter auf die Playoffs. Nachdem alle Teams gegeneinander gespielt haben, ziehen die besten vier Teams in die Playoffs der jeweiligen Runde ein. In den Playoffs sind dann auch All-Kills möglich. Das heißt, ein Spieler könnte eine ganze Mannschaft im Alleingang besiegen. Das ganze Prozedere wiederholt sich bis zur vierten Runde. Dann folgen die Playoffs für die Endrunde im September.

 

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