SC II-Lexikon

StarCraft ABC: D wie Deathball

von Lars Becker am 03.09.2015 um 10:07

"Der Zerg-Spieler droned gierig", "der Protoss hat seinen Deathball zusammengestellt", "dieser Doom Drop könnte das ganze Spiel entscheiden" - Phrasen wie diese hören Zuschauer professioneller StarCraft II-Matches häufig. Anfänger wissen damit jedoch meistens nicht all zu viel anzufangen. Unsere StarCraft ABC-Serie geht in die die vierte Runde: Diesmal sind die wichtigsten Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben D im Fokus.

Deathball

Eine der stärksten Armee-Kompositionen in StarCraft II: der Protoss-Deathball.
Eine der stärksten Armee-Kompositionen in StarCraft II: der Protoss-Deathball.
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Der Deathball (zu Deutsch: Todesball) bezeichnet bestimmte Einheiten-Kompositionen, die nur sehr schwer zu schlagen sind und die gegnerische Armee mit einem einzigen entscheidenden Angriff zerstören können. Zum Beispiel gilt die stärkste Protoss-Armee - gespickt mit Flächenschaden anrichtenden Kolossen, High Templarn und Archons - als eine nur äußerst schwierig zu schlagende Komposition. Diese kommen aber erst in den späteren Phasen des Spiels zu Stande und erfordern viele Ressourcen.

DM (Distance Mining oder Decision Making)

Unter dem Akronym DM kann man zweierlei Wörter ableiten. Zum einen das Distance Mining, also Ressourcen ernten auf größere Distanzen. Am effizientesten ernten die Arbeiter die Ressourcen (Mineralien und Gas) ab, wenn das Hautgebäude auf der kürzesten Distanz zu den Ressourcen steht. Jedoch muss gelegentlich aus unterschiedlichen Gründen auf das Distance Mining zurückgegriffen werden, beispielsweise wenn ein Hauptgebäude zerstört wurde und die anderen Basen bereits ausreichend saturiert sind. Die Arbeiter ernten deshalb die Mineralienfelder und die Gas-Geysire ab, obwohl die eigene Basis weit entfernt ist. Je länger der Weg vom Mineralien-Vorkommen zur nächsten Basis ist desto langsamer füllt sich das Konto des Spielers.

Distance Mining verschlechtert die Einkommensrate.
Distance Mining verschlechtert die Einkommensrate.
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Die andere Bedeutung, Decision Making (zu deutsch: Entscheidungsfindung), ist nicht nur in StarCraft, sondern auch anderen eSport-Titeln ein gängiger Begriff. Es bezeichnet das Urteilsvermögen eines Spielers, bestimmte Situationen einzuschätzen und darauf entsprechend zu reagieren. Hat ein Spieler ein ausgeprägtes Decision Making, weiß dieser oft, welche Entscheidungen für ein breites Spektrum an Situationen angemessen sind. Besonders bekannt für sein Decision Making in StarCraft II ist der koreanische Protoss-Spieler Kim 'sOs' Yoo Jin, der sich in die Köpfe seiner Gegenspieler versetzen kann wie kein anderer. Er ist ein Meister darin, seine Gegenspieler mental auszuspielen. Das Spielgeschehen möglichst schnell bedienen zu können und Taktiken auswendig lernen kann quasi jeder - im richtigen Moment aber die richtige Entscheidung zu treffen, das schaffen meistens nur die Profis.

Drop und Doom Drop

Der Terraner befördert mit Hilfe vieler Medivacs seine Einheiten in die Basis des Protoss, was auch Doom Drop genannt wird.
Der Terraner befördert mit Hilfe vieler Medivacs seine Einheiten in die Basis des Protoss, was auch Doom Drop genannt wird.
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Drops sorgen in RTS-Titeln wie StarCraft für jede Menge Action. Wie das englische Wort bereits verrät, lädt einer der Spieler seine Einheiten - meist in die Basis des Gegners - mit Transportschiffen wie Medivacs (Terraner), Warp Prismas (Protoss) oder Overlords (Zerg) herab.
Setzt der Spieler eine hohe Anzahl von Transportschiffen ein und dropt seine Einheiten, sprechen Experten vom Doom Drop, also im übertragenen Sinne von einem verhängnisvollen Drop. Meist richtet er entweder selbst verheerenden Schaden an, oder muss viele eigene Verluste hinnehmen.

Droning

Der Zerg-Spieler beim Droning in einer frühen Phasen der Partie, nach und nach kommen die Arbeiter aus dem Ei heraus.
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Ein Begriff der explizit für Zerg-Spieler verwendet wird, ist das Droning. Die Dronen sind die Arbeiter der Zerg. Da die Produktion anders als bei den anderen beiden Rassen durch ein Larven-System funktioniert, teilen sich Arbeiter und Einheiten dasselbe Produktionsgebäude - die Eier der Hatcheries. Weil die Larven nur limitiert zur Verfügung stehen, bis der nächste Zyklus beginnt, muss ein Zerg-Spieler sich immer bewusst machen, wie viele Larven er für Arbeiter und wie viele für Einheiten verwenden möchte. Droning bedeutet also, dass der Spieler vermehrt auf seine Wirtschaft setzt und seine Larven zu Dronen weiterentwickelt. Wer overdroned, also zu viele Dronen und dafür keine Einheiten baut, kann plötzlichen Angriffen oftmals nicht Stand halten.

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