Arcade-Modus sorgt für Abwechslung

Wie aus StarCraft-Spielern Entwickler werden

von Lars Becker am 05.06.2015 um 12:13

StarCraft II ist für seinen kompetitiven Multiplayer berühmt. Besonders der Eins-gegen-Eins-Modus steht dabei für viele Spieler im Vordergrund. Wer sich allerdings vom alltäglichen Ranglistenspielen erholen möchte, hat auch die Möglichkeit im schier grenzenlosen Arcade-Modus abzuschalten oder sogar selbst eigene Werke mit dem Map Editor zu erstellen.

Der Arcade-Modus in StarCraft II besteht aus Spielen von Entwickler Blizzard und der Community.
Der Arcade-Modus in StarCraft II besteht aus Spielen von Entwickler Blizzard und der Community.
© Blizzard EntertainmentZoomansicht

Ob Ego-Shooter, RPG oder Survival - im Arcade-Modus wird wohl jeder Gamer fündig. Möglich macht das der Map-Editor in StarCraft II. Dieser erlaubt das Erstellen von eigenen Terrains, Einheiten und Perspektiven. Die selbst erstellte Karte oder das eigens kreierte Spiel muss deshalb nicht zwingend dem RTS-Genre zugehörig sein. Das bietet selbstverständlich viel Raum für Kreativität. Der StarCraft II-Editor ist übrigens auch dasselbe Werkzeug, das auch die StarCraft-Entwickler benutzen, um Kampagnen- und Multiplayer-Karten zu erstellen. In den vergangenen Jahren haben sich auf diese Weise viele Mitglieder der Community als wahre Talente entpuppt. Wer sein eigenes Spiel oder eigene Karte erstellt hat, kann diese publizieren und von anderen Spielern ausprobieren lassen. So finden beispielsweise Wettbewerbe auf der StarCraft-Szenenseite von Team Liquid statt, die die besten selbst erstellten Karten für den Mulitplayer krönen. Die Teilnehmer des Map Contests können hier nicht nur viel Geld abstauben, sondern auch darauf hoffen, dass die Entwickler von StarCraft ihre Karten für die nächste Saison verwenden. Immer wieder nehmen die Entwickler Karten, die von ihrer Community erstellt wurden, in den Mappool auf. Diese spielen dann selbst die erfolgreichsten Profis auf der großen eSport-Bühne.

Terrain und Data Editor

Da lacht das Entwickler-Herz: Der Terrain Editor ermöglicht es Nachwuchsentwicklern, die wildesten Kreationen verschiedener Gebietsarten zu erstellen, zum Beispiel die Kombination aus Schnee und Wüste. Der Data Editor hingegen beschäftigt sich mit Einheiten oder auch Charakteren, die entweder aus den bereits vorhandenen Dateien verwendet oder auch neu erstellt werden können. Auch hier sind für den Hobby-Entwickler keine Grenzen gesetzt. So können beispielsweise Verteidigungsanlagen wie die Raketen-Türme der Terraner mit hoch explosiven Berstlingen der Zerg schießen. Dieser Teil des Editors ist auch für die Änderungen der Perspektive von immenser Bedeutung, um beispielsweise StarCraft in einen First-Person-Shooter zu verwandeln.

Projekte aus der Community

Der beliebte StarCraft-Cartoon Carbot Animations hat nun sein eigenes Spiel: Die Alpha-Version ist bereits für Interessierte spielbar.
Der beliebte StarCraft-Cartoon Carbot Animations hat nun sein eigenes Spiel: Die Alpha-Version ist bereits für Interessierte spielbar.
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Während Blizzard auch selbst Hand anlegt und eigene Spiele im Arcade-Modus produziert, haben auch viele User ihre eigenen Meisterwerke erstellt. Vielen sind die Carbot-Animation-Videos auf Youtube ein Begriff. Die über die Grenzen der StarCraft-Community hinaus beliebte Zeichentrickserie hat nun seine Alpha-Version herausgebracht. Das Spielfeld sieht nun genau so aus wie in der Serie, in putziger Cartoon-Art. Anstatt dass die furchteinflößenden Zerglinge gegnerische Marines zerfleischen, schlabbern sie nun ihre Opfer mit der Zunge ab. Das Spielprinzip und die Balance-Werte bleiben dabei dem konventionellen StarCraft treu. Das Projekt findet großen Anklang in der Community. Fast 30.000 US-Dollar wurden bereits für die Weiterentwicklung gespendet. "Das Süßeste, was ich im StarCraft-Universum bisher gesehen habe", schreibt ein User in die im Spiel integrierte Weiterempfehlung.

Für besonders großes Aufsehen sorgte auch Psionic Warfare. Eine Modifikation, die StarCraft in ein legitimes First-Person-Shooter verwandelt. Mit bis zu fünf Spielern und fünf auswählbaren Klassen starten die Spieler in einer Arena, in der sie ums Überleben kämpfen müssen. So hat sich über die Jahre eine riesige Menge an qualitativen Spielen angesammelt. Großer Pluspunkt: Wer den Arcade-Modus spielen möchte, braucht sich nicht zwingend das Spiel zu kaufen. Mit der kostenfreien Starter Edition kann sich jeder selbst von der Qualität der Spiele überzeugen.


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