TT Isle of Man im Test

TT Isle of Man: Frischer Wind für's Rennspiel-Genre?

von Kristin Banse am 16.03.2018 um 11:34

Mit TT Isle of Man erscheint am 16. März 2018 ein neues Motorradspiel, mit dem Kylotonn Racing Games das gleichnamige Rennsport-Event ehrt. Ob das Spiel es schafft, frischen Wind in das eingeschlafene Motorradspiel-Genre zu bringen? Wir haben es getestet.

Am 16. März erscheint TT Isle of Man für Xbox One und PS4.
Am 16. März erscheint TT Isle of Man für Xbox One und PS4.
© KylotonnZoomansicht

Frischen Wind gab es im Motorrad-Genre schon lange nicht mehr: Jährlich erscheint Milestones Simulation MotoGP, zwischendurch bringt der Entwickler mit der Ride-Serie ein etwas einsteigerfreundlicheres Spiel auf den Markt. Damit ist die Liste aber auch schon zu Ende. Entsprechend hoch war die Begeisterung der Community, als Entwickler Kylotonn Racing Games ein offizielles Rennspiel zu Isle of Man TT ankündigte. Neben dem ikonischen Snaefell Mountain Course, den man originalgetreu nachgebaut hat, stehen auch weitere Rennpisten zur Auswahl.

TT Isle of Man erweckt den Wettbewerb zum Leben

Einen ersten Dämpfer mussten Fans hinnehmen, als der Entwickler die Veröffentlichung des Spiels von November 2017 auf März 2018 verschob. Das Warten scheint sich aber gelohnt zu haben, denn TT Isle of Man ist definitiv ein Titel, der mit anderen Genrevertretern wie MotoGP mithalten kann. Die hochauflösende Grafik und die liebevollen Details sind ein Augenschmaus im Vergleich zu anderen Motorradspielen, mit Titeln wie Forza Motorsport aber nicht gleichzusetzen. Allerdings scheint es, als hätte man die gesamte Kreativität ins Gameplay gesteckt und ließ dabei das Menü außen vor. Das ist extrem lieblos gehalten und verdirbt fast schon die Lust am Spiel.

Wer sich von dem einfallslosen Menü aber nicht abschrecken lässt, wird mit einem spaßigen Motorradspiel belohnt. Neben klassischen Quick Races und Zeitrennen, gibt es auch eine Karriere zu bestreiten. Bei der geht es darum, so gut wie möglich bei den Rennen abzuschneiden. Je besser Eure Platzierung, desto mehr Geld erhaltet Ihr. Das ist wichtig, um Euer Motorrad reparieren oder eine neue Maschine kaufen zu können.

Wenig Unterschiede bei der Steuerung

Insgesamt stehen Euch 40 verschiedene Motorräder zur Verfügung, bei der Steuerung machen sich jedoch kaum Unterschiede bemerkbar. Einige Maschinen beschleunigen schneller als andere, die Lenkung bleibt allerdings gleich. Selbiges gilt auch für die Fahrhilfen: Wenn Ihr den höchsten Schwierigkeitsgrad einstellt, steuert sich das Motorrad noch immer relativ einfach. Grobe Lenkfehler verzeiht Euch TT Isle of Man in den meisten Fällen und großes Vorwissen zum Thema Renn-, sowie Ideallinien braucht Ihr ebenfalls nicht.

Mehr als nur ein laues Lüftchen

Das Menü kann nicht überzeugen.
Das Menü kann nicht überzeugen.
© kicker eSportZoomansicht

So spaßig das Gameplay auch sein mag, bietet das Rennspiel so gut wie nichts Neues. Mit insgesamt fünf verschiedenen Modi (Online- und lokaler Multiplayer, Zeitrennen, Schnelle Rennen & Karriere) deckt TT Isle of Man zwar die Grundlagen ab, bietet ansonsten aber wenig Abwechslung. TT Isle of Man entsagt grundsätzlich jeder Verspieltheit, wie sie beispielsweise Ride 2 mit wöchentlichen Herausforderungen hatte, und scheint sich eher in die Rolle des grundsoliden Genre-Vertreters einzureihen.

Das Rennspiel mag letztlich zwar keinen frischen Wind ins Genre bringen, es ist aber dennoch mehr als nur ein laues Lüftchen. Die Steuerung ist einfach und somit schnell zu lernen, die Grafik lässt die Isle of Man-Rennstrecke zum Leben erwecken. Der Inhalt lässt jedoch zu wünschen übrig. Nur auf den Strecken herumzufahren, reicht einfach nicht, um ganz oben mitspielen zu können. Wer aber den Spirit der Isle of Man in virtueller Form erleben möchte und auf humorlose Rennspielkost steht, der ist mit TT Isle of Man gut bedient.

TT Isle of Man erscheint am 16. März für PlayStation 4 und Xbox One. Am 30. März folgt die Steam-Version.

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