Asien überzeugt, doch ein Finne stiehlt die Show

'Serral' historisch - die Champions der BlizzCon 2018

von Christian Mittweg am 04.11.2018 um 10:01

Der eSport prägte den zweite Tag der BlizzCon 2018 in Anaheim, Kalifornien. Fünf Champions wurden gekürt. Dabei stachen ganz besonders die asiatischen Vertreter heraus, doch ein Finne überragte sie alle und schrieb Geschichte.

Trophäen und Jubel so weit das Auge reicht, fünf Meister wurden auf der BlizzCon 2018 gekürt.
Trophäen und Jubel so weit das Auge reicht, fünf Meister wurden auf der BlizzCon 2018 gekürt.
© Blizzard|Robert PaulZoomansicht

40 Teams und 8 Einzelspieler traten bei der BlizzCon 2018 an, allesamt mit einem Ziel: dem Titel. Immerhin gab es gleich fünf Trophäen zu gewinnen - neben den 2,5 Millionen US-Dollar Preisgeld. In Hearthstone, Overwatch, StarCraft 2, World of Warcraft und Heroes of the Storm wurde jeweils ein Champion gekürt.

'Serral' schreibt Gechichte

Bei den StarCraft 2 WCS Global Finals stach ein Finne heraus. Als erster Spieler, der nicht aus Korea kommt, gewann Joona 'Serral' Sotala die WCS. Dabei war sogar schon die Finalteilnahme ein historisches Ereignis, was es bis dato noch nie zuvor gegeben hatte. Lange Zeit sah es sogar so aus, als würde Sotala seinen Gegner blamieren. Erst nach drei Siegen in der Best-of-7-Serie gewann Kim 'Stats' Dae Yeob seine erste Karte. Der Südkoreaner legte zwar gleich eine zweite hinterher, dann machte 'Serral' jedoch den Sack zu und schrieb sich in die StarCraft 2-Geschichtsbücher ein. Dennoch blieb der Finne zurückhaltend. Trotz seines überragendes Sieges antwortete 'Serral' auf die Frage, ob er nun der beste nicht koreanische SC2-Profi aller Zeiten wäre nur, mit "zumindest für eine Nacht". Das er es war, der der koreanischen Dominanz ein Ende setzte, wird aber wohl noch länger nachhallen.

Mit Cheerleader zum Titel

Beim Hearthstone Nationenwettkampf, den Global Games, machten die Teams aus Brasilien und China den Titel unter sich aus. Das war folgerichtig für den Verlauf der Vorrunden: Beide Nationalmannschaften ließen auf dem Weg ins Endspiel kaum Punkte liegen und standen vollkommen verdient im Finale. Dementsprechend selbstbewusst gaben sich die beiden Mannschaften vor der Partie. Doch ein Team musste gewinnen und das war schlussendlich China. Die Mannschaft, die auf "drei talentierte, aber glücklose Spieler und einen Cheerleader setzt", wie Zhing 'OmegaZero' Len es gegenüber kicker eSport ausdrückte, gewann eindeutig mit 3:0. "Wir haben mit dem Sieg gerechnet. Unser Erfolgsgeheimnis ist, dass jeder Einzelne von uns ein Deck besonders gut spielt. Da wir aber ein Team bilden, können wir so unsere Stärken vereinen", sagte 'OmegaZero' nach dem Sieg.

Nationalmannschaft ohne Tadel

Dass ein Finale nicht immer spannend sein muss, bewies die südkoreanische Nationalmannschaft wenig später beim Overwatch World Cup. Das mit Stars gespickte Team hatte über den gesamten Turnierverlauf nicht eine Partie abgegeben und fing auch im Endspiel nicht damit an. Gegen den Konkurrenten aus China ließ der Titelverteidiger keinen Zweifel an der Stärke der Region aufkommen und fertigte den Gegner mit 4:0 ab. Die Nationalmannschaft aus dem Mutterland des eSport bleibt damit ungeschlagen in internationalen Wettbewerben.

Deutsche Profis verpassen Finale

Für die deutschen Profis reichte auf der BlizzCon 2018 nicht für einen Titel, geschweige denn eine Finalteilnahme. In WoW Arena und Heroes of the Storm ging es zwar bis unter die letzten Vier, dort endete jedoch jeweils der Turnierlauf. Dennis 'HasuObs' Schneider und Nils 'Nurok' Gebhart von der Team Liquid Heroes-Mannschaft zwangen den späteren Turniersieger aus Südkorea, Gen.G, sogar in ein fünftes Entscheidungsspiel, nur um dort knapp zu scheitern. Dementsprechend enttäuscht gab sich Schneider nach seiner Niederlage. Der erfahrene Profi sagte allerdings auch, dass er mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sei und die eigenen Erwartungen eigentlich sogar übertroffen wurden.

Bei WoW-Spieler Rene 'Swapxy' Pinkera von Method Black hatte ebenfalls nicht viel gefehlt. Schlussendlich reichte es aber auch für ihn nicht. Stattdessen nahm das Geschwisterteam Method Orange den Champion-Titel bei der Arena World Championship mit nach Hause.

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