Neuanfang in der Overwatch League

OWL-Team Shanghai Dragons setzt jetzt auf Koreaner

von Lars Becker am 23.10.2018 um 16:55

Die Schmach von 40 Niederlagen aus 40 Spielen sitzt immer noch tief bei den Verantwortlichen der Shanghai Dragons. Der Tabellenletzte der Vorsaison rüstet deshalb auf und nimmt Abstand von chinesischen Spielern. Koreanische Talente sollen es jetzt richten.

Können sich die Drachen wieder fangen?
Können sich die Drachen wieder fangen?
© BlizzardZoomansicht

Sechs Neuzugänge bereichern den Kader der Shanghai Dragons und sollen in der nächsten Saison ein Debakel wie in der vergangenen vermeiden. Das auffällige gemeinsame Merkmal der neuen Spieler: Sie alle sind koreanischer Herkunft. Damit ist nur noch ein chinesischer Spieler, Lu 'Diya' Weida, im Kader verblieben. Die gesprochene Sprache in der Mannschaft dürfte damit nun wohl koreanisch sein, zumal auch der kürzlich vorgestellte Trainer, Seung Hwan 'BlueHaS' Wi, aus Korea stammt.

Neun Spieler stehen jetzt im Aufgebot der chinesischen Organisation - und dazu auch noch vielversprechende Talente. Unter den Neuverpflichtungen befinden sich vor allem junge Profis. Allrounder Joon Hwan 'GuardiaN' Cho spielte zum Beispiel beim ehemaligen koreanischen Topteam Lunatic-Hai. Hinzu kommt DPS-Spieler Min Seong 'diem' Bae, der gerade bei der Overwatch Contenders-Liga in China mit Lucky Future Zenith den Pokal holte. Verstärkt wird Shanghai außerdem von vier Neuzugängen, die zuvor bei Kongdoo Panthera unter Vertrag waren: Jin Hyeok 'DDing' Yang, Yong Jin 'YOUNGJIN' Jin, Kyung Woo 'CoMa' Son, und Seong Hyeon 'Luffy' Yang.

Dem Trend gefolgt

Auf Spieler aus der eigenen Region zu setzen, kann in der Overwatch League äußerst riskant sein. Denn immer mehr Organisationen der Liga verpflichten Spieler aus Korea, um Erfolg zu haben. Legt ein Team vor, zieht in der Regel ein anderes nach. Der amtierende Champion der abgelaufenen Saison hat es vorgemacht: London Spitfire hat ausschließlich Spieler aus der stärksten Region des FPS-Titels unter Vertrag. Die Shanghai Dragons hingegen stellten im vergangenen Jahr eine Mannschaft aus heimischen Spielern zusammen. Das zahlte sich allerdings nicht aus. Nach 40 Spieltagen errang das Team keinen einzigen Sieg. Mitten in der Saison, als das Transferfenster öffnete, verpflichtete das Management die populäre koreanische Spielerin Se Yeon 'Geguri' Kim. Das verheißungsvolle Talent konnte die Pleitenserie nicht unterbrechen, wird aber auch weiterhin für die Drachen spielen.

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