Paul Ruiz knackt Abgesang-Kombo

Pokémon: Drei neue Weltmeister in Nashville gekürt

von Holm Kräusche am 27.08.2018 um 16:03

Am vergangenen Sonntag den 26. August wurden in Nashville in den USA drei neue Pokémon-eSport-Weltmeister gekürt. In drei unterschiedlichen Altersklassen setzten sich je ein Spieler durch und gewann jeweils 10.000 US-Dollar.

Um diese drei Trophähen wurde in Nashville gespielt.
Um diese drei Trophähen wurde in Nashville gespielt.
© Evan Latt/TwitterZoomansicht

Es ging verhältnismäßig schnell im Finale der Masters-Division zwischen den beiden Kontrahenten Paul Ruiz aus Ecuador und Emilio Forbes aus den USA. Sie spielten in der Altersklasse über 15 Jahre um den Titel. Das Best-of-Three war schon nach zwei Spielen entschieden: Ruiz fackelte nicht lang, erschien hervorragend vorbereitet und demontierte die Strategie seines Gegners gekonnt. Nintendo hatte die besten 16 Pokémon-eSportler der Welt nach Nashville in den USA eingeladen. Drei Tage lang dauerten die Wettkämpfe, am Sonntag fand das Finale statt. Mehr zur Faszination des eSports hat uns der deutsche Profi Markus Stadter hier erzählt.

Abgesang-Strategie

Forbes setzte alles auf eine Karte: Mit seinem Gengar versuchte er eine Falle mit der Attacke "Abgesang" zu stellen und so kritische Monster Ruiz' schnell vom Feld zu nehmen. Das ging im ersten Spiel allerdings schief: Zunächst konnte der Amerikaner noch einen besonders starken Angriff gegen sein Gengar per "Delegator" abfangen, dann setzte das gegnerische Monster allerdings zu einer K.-o.-Attacke an. Mit dem wichtigsten Pokémon seines Gegners vom Feld konnte Ruiz sein Relaxo einwechseln und per "Bauchtrommel" verstärken. Forbes gab nach wenigen Runden auf, da er kein Mittel gegen das ausdauernde und starke Pokémon finden konnte.

Ruiz antizipiert sich zum Sieg

In Runde zwei ein ähnliches Bild: Zwar behielt Forbes sein Gengar länger auf dem Feld, entschied sich dann aber in einem kritischen Moment falsch: Erneut nutzte er "Delegator" und brachte sein Pokémon mit den negativen Auswirkungen des Doubles in den roten Bereich. Ruiz hatte das vorhergesehen und seinerseits "Standpauke" eingegeben. Diese Attacke trifft auch per "Delegator" versteckte Pokémon und zog Gengar die letzten Lebenspunkte ab. Ohne das Geistpokémon konnte Ruiz sein Relaxo bereit zum Angriff machen: Eine "Bauchtrommel" und einige "Frustrations"-Attacken später war Schluss und Ruiz der neue Pokémon-Weltmeister der Masters-Division.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Es war ein gutes Finale, ich musste über jeden Zug nachdenken, denn es ist immer schwer, mit Abgesang umzugehen", sagte Ruiz hinterher. Das fiel kaum auf, denn beide Spieler benötigten kaum Zeit zwischen ihren Angriffen und Ruiz antizipierte mehrmals kritische Aktionen seines Kontrahenten.

Träume und Leidenschaft

Ruiz nutzte das Rampenlicht um auf seine Heimat Lateinamerika aufmerksam zu machen und dass alle Länder unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Bräuchen hätten. Er sei stolz, sein Land repräsentieren zu können. "Das Leben ist Leidenschaft, Träume zu haben und zu tun, was Du glaubst, das richtig ist. Letztes Jahr war ich so nah dran und dieses Jahr kam ich zurück und ich habe es geschafft."

Jüngere Spieler mit eigenen Divisionen

Die Jüngeren traten in der Senior-Divison (11-14 Jahre) und Junior-Divison (unter 10 Jahre) an. Nintendo will auf diese Art den Druck von den Kindern nehmen gegen viel erfahrenere oder ältere Spieler antreten zu müssen. Junior-Weltmeister wurde Wonn Lee in einem japanischen Duell gegen Sota Tamemasas. Die Kontrahenten gingen über drei Partien und wiederholten im letzten Durchgang quasi die Ereignisse des ersten Matchs. Terrakium schlug Tamemasas Relaxo dank Typvorteil und krönte Lee zum Weltmeister.

In der Senior-Division setzte sich James Evans aus den USA gegen Bram de Jonge aus den Niederlanden durch. De Jonge versuchte es mit seiner berüchtigten Kombination aus Lohgock und Caesurio, die dafür bekannt ist, entweder strahlend zu gewinnen oder sang und klanglos unterzugehen. Evans spielte seine Attacken und Tapus schlau aus und holte das erste Spiel. In Durchgang zwei vernichtete de Jonges Caesurio mit seinem Item Leben-Orb die eignen letzten Lebenspunkte und ließ seinen Trainer mit wenig Optionen zurück: Sieg für Evans und der Weltmeistertitel.


Finalteam von Paul Ruiz
Kapu-Riki, Relaxo, Fuegro, Katagami, Brutalanda, Gastrodon
Finalteam von Emilio Forbes
Gengar, Fuegro, Demeteros, Kapu-Toro, Latias, Quaxo

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