Erweiterungspläne der Overwatch League

OWL: Ein Team für Deutschland?

von Christian Mittweg am 10.08.2018 um 13:04

Gerade erst hat London Spitfire die erste Saison der Overwatch League gewonnen, da gibt es schon zwei neue Konkurrenten. In Atlanta und Guangzhou entsteht jeweils ein neues Team. Dabei soll es aber nicht bleiben und laut Activision Blizzard eSport League Präsident und Geschäftsführer Pete Vlastelica ist auch eine Mannschaft in Deutschland geplant.

Deutschland ist ein interessanter Markt für die Veranstalter der Overwatch League.
Deutschland ist ein interessanter Markt für die Veranstalter der Overwatch League.
© BlizzardZoomansicht

28 Mannschaften, so viele Teams sollen zukünftig in der Overwatch League spielen. Nach der Addition von Atlanta und Guangzhou, besteht die Liga aktuell aus 14 Teams. Es gibt daher noch genug Platz, um über die kommenden Jahre neue Teams aufzunehmen. Dabei blicken die Veranstalter auch auf Deutschland als möglichen Standort, wie Activision Blizzard eSport League Präsident und Geschäftsführer Pete Vlastelica verrät: "Deutschland ist ein wichtiger Markt für uns. Eines Tages werden wir dort ein Team haben. Ich welcher Stadt weiß ich jetzt noch nicht. Berlin scheint ein guter Kandidat zu sein, aber es gibt mehrere interessante Städte."

Standort-Auswahlprozess

Bei der Suche nach der richtigen Stadt sind laut Vlastelica vor allem zwei Dinge wichtig: Wo leben die Spieler und damit potenzielle Zuschauer und wer ist der Inhaber des Teams? Ersteres ist in Deutschland wohl bei vielen Städten gegeben, daher könnte die Inhabersituation der Bewerber umso bedeutender werden. Immerhin will Activision Blizzard eine internationale Liga schaffen, in der jedes Team eine eigene Arena hat. Das verlangt ein enormes Budget, zusätzlich zu der ohnehin schon hohen Einstiegsgebühr, die laut ESPN derzeit 30 bis 60 Millionen US-Dollar beträgt. Ebenso ist logistisches Know-how gefordert.

Sportvereine sind erste Wahl

Bei den bisherigen 14 Teams zeichnet sich der Trend ab, dass finanzstarke Inhaber, die in Verbindung mit großen Sportvereinen wie den New England Patriots oder New York Mets stehen, einen Platz kauften. "Wir glauben, dass es einen natürlichen Zusammenhang zwischen unserer Liga und Besitzern gibt, die auch im traditionellen Sport involviert sind. Das werden wir auch weiterhin gegenüber zukünftigen Besitzern betonen", sagte Vlastelica. Für den deutschen Markt hat Activision Blizzard daher wohl ebenfalls die großen Sportvereine im Blick. Mit Ausnahme von Schalke zeigten diese bisher aber keine Motivation, auch außerhalb des FIFA-eSport aktiv zu werden. Sollte sich das nicht ändern, wird sich Blizzard Activision anderweitig umschauen müssen.

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