Spitfire nimmt Fusion-Star 'Carpe' aus dem Spiel

OWL-Weltmeister: London lässt Philadelphia keine Chance

von Lars Becker am 30.07.2018 um 13:50

Großer Jubel bei London Spitfire: Die Organisation trug sich am Wochenende in die Geschichtsbücher der Overwatch League (OWL) ein und schnappten sich den ersten Titel der neuen Liga. Gegen Philadelphia Fusion gewann die Mannschaft insgesamt mit 2:0 nach Serien. Insbesondere am zweiten Tag des Endspiels demonstrierte sie schonungslose Dominanz.

Kaum zu fassen: Joon Yeong 'Profit' Park und London Spitfire sind die ersten Overwatch League-Champions.
Kaum zu fassen: London Spitfire sind die ersten Overwatch League-Champions.
© BlizzardZoomansicht

Am Ende war es eine eindeutige Angelegenheit. Nachdem der erste Teil der Serie noch ein wenig ausgeglichener war, ließ London dem Konkurrent im zweiten Durchgang in der Nacht zum Sonntag keine Chance und sicherte sich die eine Million US-Dollar Preisgeld. Die gespielten Karten Junkertown, Lijiang Tower und King's Row gingen alle an Spitfire, sodass aus dem 1:0 vom Vortag schnell ein 2:0 wurde.

Großen Anteil am Sieg hatte die DPS-Abteilung um Joon Yeong 'Profit' Park, der später zum MVP des Spiels ernannt wurde. Geschmeidig ging er zum Beispiel mit dem Bogenschützen Hanzo um, der stets eine enorme Gefahr darstellte. Nach dem Finale und einer herausragenden Vorstellung verkündete 'Profit' selbstbewusst: "Ich bin der beste DPS-Spieler der Welt." Das ist angesichts seiner jüngsten Leistungen nicht in Abrede zu stellen.

Unangenehme Gegner

Schaut man aber genauer hin, wurde das Match nicht nur auf dieser Position entschieden. Es waren gerade die Tank-Spieler Jae Hee 'Gesture' Hong und Jun Ho 'Fury' Kim, die dem gefährlichsten Spieler Fusions, Jae Hyeok 'Carpe' Lee, keinen Raum zum Atmen ließen. Weil sich der beste Akteur des Teams nicht entfalten konnte, dominierte London das Geschehen auf den Bildschirmen. Der gefürchtete Offensiv-Spieler glänzte im Barclays Center in New York nur selten. Ein paar sehenswerte Treffer gelangen ihm, aber ansonsten zeigte er vor dem Philadelphia zugeneigten Publikum nicht seine außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Für den Gegner stach nicht der offizielle MVP 'Profit' heraus, sondern vielmehr Tank-Ass 'Fury'. "Es ist sehr nervig, gegen ihn zu spielen. Sein Timing ist ziemlich gut und er ist einfach der beste D.Va-Spieler der Welt", adelte Fusion-Support Alberto 'neptuNo' González den geheimen Spielentscheider. 'Fury' war nach dem Sieg überglücklich: "Es hat für mich eine große Bedeutung, weil es eben die erste Saison und die erste Meisterschaft der Overwatch League ist."

Überraschende Sieger

London Spitfire ist über die ganze Saison hinweg gesehen ein überraschender Sieger. Trotz individueller Klasse belegte die Mannschaft während der regulären Spielzeit lediglich den fünften Rang, einen vor Philadelphia Fusion. Die ersten sechs Mannschaften dürfen jedoch an den Playoffs teilnehmen. Dort zeigte London nach einer durchwachsenen Saison seine ganze Klasse und schlug sowohl Los Angeles Gladiators als auch Los Angeles Valiant. Topfavorit auf den Titel war ursprünglich New York Excelsior, das allerdings überraschend an Philadelphia scheiterte.

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Im Barclays Center in New York wurde am Wochenende Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal vergab Blizzard die Trophäe für die beste Mannschaft der Overwatch League. Zwei Tage spielten die Teams Philadelphia Fusion und London Spitfire um den Titel und lieferten dem Publikum ein unterhaltsames Finale. kicker eSport war vor Ort.
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