Kommentar von Nicole Lange

Die ESL Meisterschaft muss wieder glaubwürdig werden

von Nicole Lange am 23.11.2017 um 11:12

Die ESL hat ein Problem, es nennt sich FIFA-Meisterschaft. Das einstige Prestige-Turnier muss so langsam um seine Glaubwürdigkeit bangen. Es hat sich abgezeichnet, werden jetzt manche sagen, denn die FIFA-Sparte wirkte schon seit einiger Zeit wie das ungeliebte Stiefkind. Mit dem aufkommenden Unmut der FIFA-Profis ist das Problem jedoch nicht mehr zu verschweigen. Ein Kommentar von Nicole Lange.

Die ESL Meisterschaft benötigt einen Umbruch, vor allem die FIFA-Turniere.
Die ESL Meisterschaft benötigt einen Umbruch, vor allem die FIFA-Turniere.
© ESLZoomansicht

Die ESL Meisterschaft war für die meisten FIFA-Spieler nie wirklich lukrativ, das Preisgeld überschaubar. Für das Prestige hat man dennoch mitgespielt. Das war die Aussage vieler Profis zum Start der Saison, doch mittlerweile scheint sich die Leidensfähigkeit der FIFA-Spieler in einem kritischen Bereich zu befinden.

Mit dem Ausstieg von Kai Wollin, einem der besten Spieler der Welt, war jetzt der Höhepunkt erreicht. Wenn es so weit kommt, dann kann etwas nicht stimmen. Die besten Spieler Deutschlands sehen die ESLM mittlerweile nur noch als bessere "Trainingsumgebung". Zuletzt kam kein FIFA-Finale ohne Zwischenfälle aus, und da muss man sich fragen: Warum ist das so?

Die ESLM muss ihre Glaubwürdigkeit wiedergewinnen, denn Deutschland braucht gute Wettbewerbe in dieser Kategorie. Neben der Virtuellen Bundesliga war die ESLM eine Institution, ein fest eingetragener Termin bei jedem FIFA-Profi. Doch in der Vergangenheit fand man hin und wieder Indizien, dass die ESL in FIFA nicht den "richtigen" eSport sieht und den Schwerpunkt eher auf andere Spiele legt. Diese Zerrissenheit hinter den Kulissen ist mittlerweile auch nach außen hin sichtbar.

Dass dies nicht der richtige Weg ist, scheint mittlerweile auch bei den Verantwortlichen angekommen, die nun an den richtigen Schrauben drehen müssen. Das Preisgeld? Zu niedrig. Die Außendarstellung? Schlicht zu schlecht.

Neue Leute in der Führungsebene sollen der angekratzten Meisterschaft wieder einen Schub geben. Glaubwürdigkeit schaffen. Es wäre so wichtig - für die deutsche Szene, für die Spieler und für die ESL. Denn das Image der deutschen Meisterschaft braucht eine Politur. Dann kann auch FIFA wieder glänzen.

Nicole Lange
Fordert ein Umdenken der ESL: Redaktionsleiterin eSport Studio Nicole Lange.
© kicker eSport
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1 Leserkommentare

AndreasBraun
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23.11.2017 | 21:16

Angebot und Nachfrage

Ich war länger in der Szene als Spieler und Admin/Organisator tätig und verfolge das ganze seit grob [...]

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