Organisation trennt sich von Spielern

Rogue fällt Overwatch League zum Opfer

von Lars Becker am 09.10.2017 um 13:53

Das internationale Spitzenteam Rogue hat sich aus dem Overwatch-eSport zurückgezogen und vorerst seine Ambitionen auf die neue Profiliga stillgelegt. Nach Angaben der Verantwortlichen habe man vergeblich versucht, einen Platz für das im Januar startende Turnier zu erhalten.

Das nordamerikanische Team Rogue schließt vorerst schweren Herzens seine Overwatch-Abteilung.
Das nordamerikanische Team Rogue schließt vorerst schweren Herzens seine Overwatch-Abteilung.
© BlizzardZoomansicht

Zwölf Mannschaften dürfen in der neuen Profiliga teilnehmen. Aber nicht alle renommierten Organisationen erhielten von Blizzard eine Genehmigung. Rogue, eines der erfolgreichsten Teams Nordamerikas, wurde die Zulassung zur neuen Overwatch League verwehrt. Dreimal gelang es dem in Las Vegas ansässigen Team, ein Major-Turnier zu gewinnen. Diese Erfolge reichten als Argumente nicht aus. "Wir trennen uns jetzt von unserem Roster, um den Spielern einen Platz in der Overwatch League zu ermöglichen", gab das Team in einer Mitteilung bekannt.

"Wir haben alles dafür getan, um einen Platz zu bekommen", heißt es weiter. Man habe sogar die nötige Teilnahmegebühr zusammengekratzt und sei durch den Zulassungsprozess gegangen. Genützt hat das nichts: "Wir wurden nicht für die erste Saison zugelassen und so blieb uns keine andere Option, als unsere Spieler freizustellen, damit sie Angebote annehmen können." Endgültig ist die Entscheidung, von Overwatch zurückzutreten, jedoch nicht: "Wir werden weiterhin verfolgen, gute Teams zusammenzustellen." Die sechs nun teamlosen Franzosen spekulieren nun auf ein Engagement bei einer in der Overwatch League vertretenden Organisation.

Das ist die Overwatch League

Die neue Profiliga hebt sich strukturell von anderen eSport-Wettbewerben ab. Die Overwatch League hat sich dafür die US-amerikanischen Sportligen zum Vorbild genommen. Ausrichter Blizzard hat ein Franchise-System eingeführt. Um also einen Platz im Turnier zu erlangen, müssen Bewerber eine Menge Geld in die Hand nehmen. Teams sollen außerdem einen direkten Bezug zu einer Stadt haben und diese vertreten - das soll sich beispielsweise auch in den Namen widerspiegeln. Zum Beispiel sicherten sich die Besitzer des NFL-Teams New England Patriots einen Spot in Boston. Zwölf Mannschaften werden an der Einführungssaison teilnehmen. Mehrere Serien werden vorab diesen Dezember in einer Vorsaison ausgetragen.

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