HyperX: Mit eSport zum Lifestyle- und Gaming-Unternehmen

"Wir bezahlen nach Reichweite" - Sponsoring im eSport

von Christian Mittweg am 20.09.2017 um 12:47

HyperX macht Gaming-Produkte. Statt konventioneller Werbung setzt das Unternehmen aber vor allem auf Sponsorings im eSport und stattet Teams wie SK Gaming oder Cloud 9 aus. Doch wie läuft so ein Sponsoring? Stellt HyperX nur Ausrüstung oder gibt es auch Geld für die Teams? Diesen Fragen gehen wir zusammen mit Vize Präsident Paul Leman auf den Grund.

Schon seit 10 Jahren sponsert HyperX eSport-Teams.
Schon seit 10 Jahren sponsert HyperX eSport-Teams.
© HyperXZoomansicht

Sponsorings spülen Geld in die Kassen der Teams und sind im eSport oft die Haupteinnahmequelle für eine Organisation. So hieß es beispielsweise von Romain Bigeard, dem Manager der Unicorns of Live, dass "die Einnahmen größtenteils von Riot Games und Sponsoren kommen". Doch was ist ein Sponsoring überhaupt? Sponsoren wie HyperX zahlen Geld, damit Teams das Markenlogo auf dem Trikot tragen und Werbung für die Firma machen.

Auf derlei Finanzspritzen möchte keine Organisation verzichten. Dementsprechend hoch ist das Interesse, einen Sponsor wie HyperX für sich zu gewinnen. Paul Leaman, der Vize Präsident von HyperX für den Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika, erzählt allerdings, dass die Forderungen vieler Teams zu hoch seien und HyperX folglich oft Interessenten abweisen muss. Entsprechend kann sich das Unternehmen aussuchen, welche Mannschaft es unterstützen wolle. Dabei erwartet Leaman vor allem ein gutes Verhalten: "Es gibt bestimmte ethische Aspekte auf die wir achten. Das Team muss sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, so wie wir es auch bei HyperX machen." Die wirtschaftlichen Gesichtspunkte dürfen allerdings auch nicht zu kurz kommen: "Dann schauen wir uns an, wie viel Außendarstellung uns ein Team geben kann im Vergleich zu der Investition. Wie groß ist die Gefolgschaft auf sozialen Medien? Streamen die Spieler? Wie viel streamen die Spieler? Bei welchen Turnieren spielen sie mit? Gewinnen sie sogar? Das alles fließt mit in die Entscheidung ein."

Die Anfänge von HyperX

In diesem Jahr feiert HyperX schon sein 15-jähriges Jubiläum und auch das erste eSport-Sponsoring ist schon 10 Jahre her, wie uns Paul Leaman verrät: "Unser erstes Sponsoring war mit SK Gaming. Das war 2007. Seitdem haben wir über 30 der weltweit größten Teams gesponsert." Damals befand sich die Firma im Umbruch. Weg von Computerkomponenten und immer weiter hin zum Verkäufer von Lifestyle- und Gaming-Produkten. Für diesen Wandel hat Leaman eine Erklärung: "Wir wollten in den wachsenden eSport-Markt einsteigen." Das der eSport solch einen Boom erleben würde, ahnte Leaman laut eigener Aussage schon damals. Er erinnert sich noch genau an die ersten Anzeichen, die bei HyperX den Umschwung einläuteten: "Immer mehr Leute sind zu uns gekommen und haben mehr Geschwindigkeit und höhere Speicherkapazität verlangt. Die Nachfrage stieg stetig, allerdings nicht für irgendwelche Desktop-Anwendungen, sondern für Spiele."

Das beinhaltet ein Sponsorenvertrag

Sobald HyperX eine Mannschaft sponsert, ist das Firmenlogo auf jedem Trikot und in jedem Stream des Teams zu sehen. Zusätzlich dürfen die Spieler nur noch Peripherie von HyperX vor der Kamera benutzen. Dafür kriegt das Team selbstverständlich etwas zurück. "Es ist nicht immer nur Peripherie, manchmal auch RAM-Speicher oder SSD-Festplatten. Aber Ausrüstung ist immer Teil eines Sponsorenvertrages bei uns. Zusätzlich bezahlen wir die Mannschaft für die Reichweite, die sie uns durch soziale Medien, Streams oder andere Kanäle verschafft," sagt Paul Leaman.

Paul Leaman war schon beim ersten eSport-Sponsoring für SK Gaming mit dabei und hat den Umschwung miterlebt.
Paul Leaman war schon beim ersten eSport-Sponsoring für SK Gaming mit dabei und hat den Umschwung miterlebt.
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Teil einer großen Marketing-Strategie

Team-Sponsorings sind aber nur ein Teil der Marketing-Strategie von HyperX. Zusätzlich werden einzelne Spieler und Turniere unterstützt. Darüber hinaus wirbt das Unternehmen durch soziale Medien und digitales Marketing. Dementsprechend schwer ist es laut Leaman für HyperX den Erfolg der eigenen Investition zu erfassen: "Sponsorenverträge sind immer mit anderem Marketing-Methoden verbunden. Digitales Marketing durch Google, Marketing mit dem Einzelhandel. Das geschieht alles zusammen, um ein bestimmtes Land zu erreichen. Deswegen ist es schwierig zu sagen, wie viel Umsatz ein Sponsoring eingebracht hat." Bei einem Punkt ist sich Leaman aber sicher: "Sponsorings sind essentiell, um unsere Firma im eSport zu vermarkten. Es ist ein schneller Weg, um seinen Namen in die eSport-Szene zu tragen."

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