Warum sich die SPD plötzlich für eSport interessiert

SPD: "eSport ist Teil der Jugendkultur"

von Kristin Banse am 16.06.2017 um 13:12

Ende Mai schlug die SPD in der deutschen Gaming-Szene Wellen: Die Partei nahm als erste große Bundestagspartei den eSport in ihr Leitprogramm auf. Doch warum die plötzliche Entscheidung?

Die SPD erklärt, warum eSport für sie so relevant ist.
© ESL/Patrick StrackZoomansicht

Bisher tat sich die deutsche Politik mit dem elektronischen Wettbewerb schwer. Umso überraschender kam es, als der Unterpunkt "eSport" bei der SPD seit Mai 2017 im Leitprogramm zu lesen war. "Wir erkennen die wachsende Bedeutung der eSport-Landschaft in Deutschland an. Wir werden prüfen, ob und wie wir die Rahmenbedingungen für den eSport verbessern können", heißt es. Was das nun genau bedeuten sollte, wusste niemand.


Anerkennung als Sportart zweitrangig

Auf Anfrage von kicker eSport erklärte die SPD folgendes: "Am Anfang hat die Frage, ob der eSport als Sportart anerkannt werden müsste, sehr vieles überlagert." Mittlerweile habe die Partei jedoch bemerkt, dass die Thematik für die Entwicklung der Szene zweitrangig sei. "Inzwischen stehen andere Fragen im Mittelpunkt, wie zum Beispiel: Wie schaffen wir die besten Bedingungen für die Entwicklung von Games? Oder wie kann der eSport dabei helfen, Menschen aus aller Welt zusammenzubringen - gerade auch im realen Leben?"

Beide Punkte stellen außerdem die Begründung dar, warum man sich überhaupt mit dem eSport auseinandersetzt. Der eSport sei deshalb so wichtig, da er junge Menschen aus aller Welt zusammenbringe und auch den Technologiestandort Deutschland stärken könne, so die SPD.

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